Kinderfreunde prüfen

Weitere Polit-Folgen in Affäre um Trauner Stadtrat

Die Erpressungs-Affäre mit Nacktfotos durch den schon zurückgetretenen Trauner SPÖ-Stadtrat Christoph Sagmüller hat weitere politische Folgen. Die Kinderfreunde, deren Ortsgruppe Traun Sagmüller leitete, unterziehen diese nun einer Prüfung. Landesobmann Roland Schwandner verurteilt die Taten des Ex-Politikers.

„Persönlich finde ich die Taten von Herrn Sagmüller widerwärtig und abstoßend“, schrieb Kinderfreunde-Landesvorsitzender Roland Schwandner am Samstag auf „Krone“-Anfrage. In Traun greift er durch: „Ich habe heute eine Prüfung der Ortsgruppe durch die Bundeskontrolle angeordnet. Den Kriminalfall muss die Polizei aufarbeiten, wir wollen aber sichergehen, dass die Ortsgruppe in keinster Weise benutzt wurde.“  Schwandner bringt sich auch selbst ein: „Ich werde mich persönlich um die Ortsgruppe annehmen und diese interimsmäßig führen. Ab Montag sind alle Geschäftsaktivitäten der Ortsgruppe gesperrt.“

Warum die „Krone“ den Namen Sagmüller nennt
Heutzutage werden in Fällen wie diesen die Namen mutmaßlicher Täter medial nicht genannt. Diesmal ist es jedoch anders. Warum? Weil Trauns SPÖ-Bürgermeister Rudolf Scharinger die Identität des Stadtrates am Samstag selber in einer Aussendung enthüllte – und das, wie er der „Krone“ am Sonntag bestätigte, in Absprache mit Christoph Sagmüller selbst. Mittransportiert wurde ja auch eine Stellungnahme des nunmehrigen Ex-Politikers: Er „übernehme die volle Verantwortung für sein Handeln und zeige sich zudem beschämt und bedaure zutiefst den Schaden und das Leid, dass er damit angerichtet habe“, berichtet der Bürgermeister.  Und er sagt weiters: „Der Name war sowieso nicht geheimzuhalten. Was soll man da lange herumreden.“

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger
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Freitag, 30. Juli 2021
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