"Für manche Kollegen muss ich mich genieren. Sie stinken, erscheinen ungewaschen zum Dienst und sind zu Fahrgästen unfreundlich", wetterte ein Taxler. Andere würden Pornos im Wagen ansehen und alleinstehende weibliche Fahrgäste mit anzüglichen Bemerkungen traktieren.
"Ich kenne Damen, die schon lieber die U-Bahn nehmen, weil sie Angst haben, in der Nacht in ein Taxi zu steigen", meinte ein Chauffeur. Den Vogel hat aber ein Taxler abgeschossen, der eine frierende Geschäftsfrau auf die Straße gesetzt haben soll, weil sie ihn gebeten hatte, die Autofenster zu schließen. Keine gute Wien-Werbung.
"Selbstreinigungsprozess" gefordert
"So was darf nicht passieren", meint Tourismus-Chef Norbert Kettner. Die Innung müsse mit den Betrieben einen "Selbstreinigungsprozess" starten. Noch immer seien Orts- und Deutschkenntnisse einiger Lenker sehr mangelhaft. Auch 20 Jahre alte Rostlauben stoßen Touristen wie Hoteliers sauer auf. Kettner fordert mehr Schulungen und ein einheitliches Erscheinungsbild, etwa wie in London. Dass Wien zu viele Taxis, aber teils Qualitätsprobleme hat, weiß auch die Innung. Warum zögert sie, schwarze Schafe auszusieben?
von Alex Schönherr, Kronen Zeitung










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