21.06.2021 14:00 |

„Krone“-Ombudsfrau

Installateur kassierte doppelt so viel wie üblich

Wegen der Verstopfung von zwei Abflüssen hat ein Wiener einen Installateur-Notdienst zur Hilfe gerufen. Der von der Firma verrechnete Betrag war doppelt so hoch wie eigentlich üblich. Statt die zu viel kassierten Kosten retour zu erstatten, schweigt das Unternehmen.

„Es waren zwei Abflüsse, die verstopft waren. Deshalb haben wir im Internet einen Notdienst gefunden, der die Verstopfung beseitigt hat“, so Johannes S. aus Wien. Die angefallenen Kosten von knapp 900 Euro reichte Herr S. bei der Haushaltsversicherung ein. Weil dieser der verrechnete Betrag zu hoch vorkam, beauftragte man einen Sachverständigen.

Der kam in einem Gutachten zu dem Schluss, dass der Rechnungspreis über marktüblichen Vergleichswerten liege und für die durchgeführte Arbeit maximal der halbe Preis angemessen wäre. „Wir wollen zurück, was wir zu viel bezahlt haben. Welche Möglichkeiten haben wir“, baten die Leser um Unterstützung.

Firma schweigt, Innung: „Kein Installateurbetrieb“
Nachdem die Anfrage an die Firma Istvan Robert in Niederösterreich per E-Mail nicht zustellbar war, hat die Ombudsfrau ein Einschreiben an das Unternehmen geschickt. Bis dato ohne irgendeine Reaktion.

Sehr wohl geäußert hat sich die Landesinnung Wien der Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechniker. Bei der angegebenen „Firma“ handle es sich um keinen Installateurbetrieb bzw. kein Kammermitglied. Deshalb hätten die Arbeiten gar nicht durchgeführt werden dürfen.

Man rate bei Suchergebnissen im Internet stets zur Vorsicht, da häufig bezahlte Anzeigen vorgereiht werden. Am besten wäre es, im Vorhinein bei Freunden oder der Hausverwaltung nachzufragen, ob ein guter Installateur empfohlen werden kann.

 Ombudsfrau
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