17.06.2021 12:26 |

Es wird wieder getanzt

Nachtgastro jubelt: „Zurück in die Normalität!“

Die Nachtgastronomie hat allen Grund zum Feiern - denn ab 1. Juli darf in Clubs und Diskotheken wieder getanzt werden. Die von der Pandemie besonders stark betroffene Branche, denn bis auf wenige Ausnahmen waren die meisten Nachtlokale seit März 2020 geschlossen. „Wir kehren wieder zurück in die Normalität“, jubelte Branchensprecher Stefan Ratzenberger. „Wir freuen uns endlich wieder Gastgeber in der heimischen Nachtgastronomie sein zu dürfen.“

Durch die Einschränkungen in der Pandemie haben die jungen Leute ihr Partyleben in den öffentlichen Raum verlegt und in Wien etwa am Donaukanal oder am Karlsplatz gefeiert. Die Betreiber der Nachtlokale drängten schon länger darauf, aufsperren zu dürfen, um den Party-Druck von den öffentlichen Plätzen zu nehmen, wie sie sagten. Anfang Juni hatte die Wiener Polizei nach einer lauten Partynacht den Karlsplatz geräumt.

„Die angekündigte Wiederöffnung der Nachtgastronomie unter Beachtung der 3-G-Regel ist wichtig, um gerade jungen Menschen ein Feiern in geordnetem Rahmen zu ermöglichen und dadurch illegale Partys zurückzudrängen“, sagte Robert Seeber, Obmann der Bundessparte Tourismus und Freizeitwirtschaft.

Auch Großevents wieder möglich
„Der Wegfall von Masken und Mindestabständen, Obergrenzen, Kapazitätsbeschränkungen und Registrierungspflicht, die Rückkehr der Hochzeiten und der Nachtgastronomie: Man kann gar nicht sagen, was davon die beste Nachricht ist“, freute sich die Hotelbetreiberin und ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer in einer Aussendung. Ab 1. Juli wieder erlaubte Großevents im Kultur- und Freizeitbereich könnten auch der Stadthotellerie helfen. Auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger ist überzeugt: „Auf uns wartet ein guter Sommer!“ Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf erklärte: „Der Sommer ist damit wie erhofft gerettet.“

Der Handelsverband freute sich am Donnerstag, dass die Regierung auch die Regeln für den Handel weiter lockerte. Wirtschaftskammer-Handelsobmann Rainer Trefelik begrüßte etwa das Ende der Personenbeschränkung: „Vor allem bei den heißen Sommertemperaturen ist dann ein Warten vor den Geschäften in der prallen Hitze nicht mehr nötig.“

Lugner fordert Abschaffung von 3-G in der Gastronomie
Vereinzelt kommt auch bereits der Ruf nach einer Lockerung oder gar einem Ende für die 3-G-Regel. Der Eigentümer des Wiener Einkaufszentrums Lugner City, Richard Lugner, beklagte, die Gastronomie in Einkaufszentren unter der Testpflicht leide. „Es wäre dingend notwendig, dass wie im Handel, auf die 3-G-Regel verzichtet wird, was wegen der stark rückläufigen Infektionen möglich sein müsste“, so Lugner.

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