Beim Haus mit der Adresse Gentzgasse 23 wurde gegen 16.30 Uhr ein Riss an einer Versorgungsleitung entdeckt. Bemerkt hatten die Wasserwerke den Schaden wegen eines anderen Gebrechens in der Umgebung (Infobox). Das Rohr sei zwar defekt, aber noch nicht gebrochen, hieß es. Daher habe sich ausgetretenes Wasser lediglich unter der Fahrbahn angesammelt, an die Oberfläche sei nichts gelangt. Um das Gebrechen möglichst bis zum Einsetzen des Frühverkehrs am Mittwoch zu beheben, wurde die Nacht über durchgearbeitet. Die Gentzgasse war dafür zwischen der Semperstraße und der Edelhofgasse gesperrt.
Immer wieder Gebrechen bei Grauguss-Rohren
Bei der kaputten Leitung handelt es sich um ein Grauguss-Rohr (15 Zentimeter Durchmesser) aus den 50er-Jahren. Die Eisenlegierung wird nicht mehr verwendet, ist in Wien aber noch Bestandteil zahlreicher älterer Rohre. Grauguss-Leitungen brechen bei Belastung leichter als solche aus modernen Materialien und sorgen immer wieder für Probleme: Im Juni 2010 brach in der Kolingasse in Alsergrund eine Leitung und 5.000 Kubikmeter Wasser verwandelten die Straße in einen See. Die alten Rohre werden sukzessive getauscht: Jährlich werden rund 30 Kilometer erneuert. Das Durchschnittsalter des Wiener Rohrnetzes mit 3.281 Kilometern beträgt rund 45 Jahre.










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