Gravierende Störung

Zwei Jahre Haft für Iberia-Personal nach Protestaktion

Ausland
28.01.2011 19:22
Wegen einer Protestaktion auf dem Flughafen von Barcelona im Sommer 2006 sind 23 Mitarbeiter der spanischen Fluggesellschaft Iberia zu je zwei Jahren Haft verurteilt worden. Spaniens oberster Gerichtshof sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten mit der Besetzung einer Start- und Landebahn die öffentliche Ordnung in gravierender Weise gestört haben.

Nach einem am Freitag in Madrid veröffentlichten Urteil bestätigten die Richter die Entscheidung eines Gerichts in Barcelona und wiesen den Berufungsantrag der Angeklagten zurück. Die Iberia-Mitarbeiter hatten mit ihrer Protestaktion den Flughafen El Prat auf dem Höhepunkt der Reisesaison praktisch lahmgelegt. 600 Flüge wurden abgesagt, umgeleitet oder hatten mehrstündige Verspätungen. Rund 100.000 Fluggäste waren betroffen.

Die Mitarbeiter des Iberia-Bodenpersonals hatten mit ihrer Aktion dagegen protestiert, dass die Gepäckabfertigung einer anderen Firma übertragen werden sollte. Sie fürchteten einen Abbau ihrer Arbeitsplätze. Die Richter wiesen darauf hin, dass die Angeklagten ihren Protest auch mit legalen Mitteln - wie zum Beispiel einem Streik - zum Ausdruck hätten bringen können. Haftstrafen von zwei Jahre werden nach spanischem Recht automatisch zur Bewährung ausgesetzt, sofern die Betroffenen nicht vorbestraft sind.

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