31.05.2021 07:52 |

Passagiere evakuiert

Bombenalarm: Ryanair-Flieger in Berlin notgelandet

In Berlin ist am Sonntagabend eine Passagiermaschine der Ryanair notgelandet - die Crew hatte einen „Luft-Notfall“ gemeldet, deutsche Medien berichten von einer Bombendrohung. Die Passagiere und die Crew mussten das Flugzeug nach der Landung sofort verlassen, die Maschine wurde anschließend durchsucht. Die Maßnahmen liefen bis zum frühen Montagmorgen, gefunden wurde aber nichts. Die Maschine soll nun nach Irland zurückkehren.

Gegen 20 Uhr war die Maschine, die sich auf dem Weg von der irischen Hauptstadt Dublin nach Krakau in Polen befand, in Berlin notgelandet. „Die Ryanair-Maschine hat einen Luft-Notfall gemeldet, und daher sofort eine Landeerlaubnis am BER erhalten“, sagt Flughafensprecher Jan-Peter Haack gegenüber der „Bild“.

Flugzeug von Polizei durchsucht
Nach der Landung wurde das Flugzeug von der Polizei gründlich durchsucht, auch Spürhunde waren im Einsatz. Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass ein technischer Defekt auszuschließen sei, die Hintergründe sind allerdings weiterhin unklar. Die 160 Passagiere wurden ins Terminalgebäude gebracht und dort versorgt, sie konnten gegen 3 Uhr früh ihre Weiterreise antreten, nachdem ihnen ein Ersatzflieger zur Verfügung gestellt worden war. 

Zusammenhang mit Vorfall in Minsk?
Erst vor einer Woche hatte es einen Zwischenfall mit einer Ryanair-Maschine in Minsk gegeben. Dabei war ein Flieger mit dem oppositionellen Blogger Roman Protassewitsch auf dem Weg nach Litauen umgeleitet und zur Landung gezwungen worden. Protassewitsch war noch am Flughafen gemeinsam mit seiner Freundin verhaftet worden, die beiden befinden sich in Haft. Der Vorfall hatte heftige internationale Proteste ausgelöst, die EU beschloss weitere Sanktionen gegen Weißrussland. Machthaber Alexander Lukaschenko hatte daraufhin behauptet, gegen den Flieger habe eine Bombendrohung der Hamas vorgelegen.

Michaela Braune
Michaela Braune
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