„Geschah im Wahn“

Kopfschuss bei Waffendeal: Lebenslange Haftstrafe

Kärnten
10.05.2021 19:09

Mord und schweren Raub warf die Staatsanwaltschaft einem 37-jährigen Klagenfurter vor. Er tötete im November bei einem Waffengeschäft einen Salzburger mit einem Kopfschuss. „Es geschah im Wahn - er ist kein Monster“, sagte seine Verteidigerin. Am Montag wurde das Urteil gefällt: Er bekam eine lebenslängliche Haftstrafe.

Elf Vorstrafen hat der 37-jährige Vater einer Tochter schon - die letzte gab es nur Monate vor der Bluttat in der Klagenfurter Fischlsiedlung. Am 4. November des Vorjahres traf der Ex-Wirt einen Salzburger, der im Internet legal eine Faustfauerwaffe zum Verkauf angeboten hatte. „Der Angeklagte hatte panische Angst vor einer äußerst gewaltbereiten slowenischen Drogendealerbande, mit der er sich eingelassen hatte“, erklärt Staatsanwalt Julius Heidinger. Deswegen hätte er sich bewaffnen wollen.

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Es geschah im Wahn - er ist kein Monster.

Verteidigerin Karin Kostan

Emotionales Geständnis
Bisher hatte sich der Mann nicht geständig verantwortet und von einem Unfall gesprochen. Montagfrüh überrascht er das Geschworenengericht allerdings mit einem emotionalen Geständnis und erzählt seine Geschichte - wie er durch Schicksalsschläge und einer vorübergehenden Querschnittslähmung zu einem Mann wurde, der er nie sein wollte.

In diesem Wohnhaus in Klagenfurt-Fischl wurde die Leiche des Salzburgers gefunden. (Bild: Uta Rojsek-Wiedergut)
In diesem Wohnhaus in Klagenfurt-Fischl wurde die Leiche des Salzburgers gefunden.

„Er ist kein Monster“, sagt Anwältin Karin Kostan. Das Urteil: lebenslänglich und Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher, weil er als gefährlich eingestuft wird - nicht rechtskräftig.

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