06.05.2021 06:02 |

„Hilfe dringend nötig“

Unsere Botschafterin im Corona-Brennpunkt Indien

„Viele Menschen versterben vor den Spitälern, weil sie nicht aufgenommen werden können“, erzählt Österreichs Botschafterin in Indien, Brigitte Öppinger-Walchshofer.

In 24 Stunden 3780 Tote und knapp 400.000 Neuansteckungen, Opfer, die auf offener Straße verbrannt werden, Rauchschwaden machen das Atmen extrem schwer - Indien hat sich binnen kurzer Zeit zum weltweiten Corona-Brennpunkt entwickelt. Mittendrin in diesem Chaos ist unsere Botschafterin Brigitte Öppinger-Walchshofer.

Betten und Sauerstoff fehlen
Die aus Niederösterreich stammende Spitzendiplomatin hält vor Ort die Stellung und schildert der „Krone“ dramatische Szenen: „Viele Menschen versterben vor den Krankenhäusern, da sie nicht aufgenommen werden können. Betten und medizinischer Sauerstoff fehlen, aber auch Lastwagen, um diesen rechtzeitig in die Spitäler zu liefern. Die Hilfe aus Österreich ist daher dringend nötig.“

Die Botschaft in der Hauptstadt Neu-Delhi sei jedenfalls voll funktionsfähig und jederzeit erreichbar. Bis auf absolut essenzielles Personal arbeite das Team von zu Hause aus, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten.

Impfprogramm teilweise privatisiert
Angesichts der fürchterlichen Lage geht die Regierung auf dem Subkontinent laut Meldungen nun auch einen neuen Weg - das Land privatisiert teilweise sein Impfprogramm. Soll heißen: Das Vakzin wird nur noch jenen verabreicht, die es sich auch leisten können.

Gregor Brandl
Gregor Brandl
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