Mag. Béatrice Drach:

„Sollten unsere Fußmuskulatur mehr entspannen!“

Trotz ihrer enormen Bedeutung für unser tägliches Leben wird den Füßen in der Regel keine oder nur wenig Beachtung geschenkt. Immer mehr Menschen, Erwachsene und Kinder, leiden unter Beschwerden oder weisen Fehlstellungen auf, die in vielen Fällen früher oder später zu Schmerzen führen. Damit dies gar nicht erst passiert, sollten Sie vorbeugen bzw. im Anfangsstadium durch gezielte Gymnastik betroffene Strukturen dehnen und kräftigen. Sportwissenschaftliche Beraterin und Fitness-Coach Mag. Béatrice Drach zeigt die besten Übungen für gesunde Füße.

Schwaches Gewölbe
Betrachtet man den Fuß-Aufbau von außen, kann man beobachten, dass die Fußwurzelknochen zwei Gewölbe aufweisen: das Quergewölbe im mittleren Bereich zwischen dem rechten und linken Fußrand und das Längsgewölbe zwischen den Zehen und der Ferse, die als eine Art natürlicher Stoßdämpfer fungieren. Das Körpergewicht wird somit hauptsächlich über Ferse, Großzehen- und Kleinzehengrundgelenk getragen. Senkt sich aufgrund schwacher Sehnen und Bänder das Längsgewölbe, entsteht ein Senk- oder Plattfuß.

Fersensporn
Übergewichtige, aber durchaus auch sportliche Personen, wie Läufer, leiden häufig unter stechenden Schmerzen an Fußsohle oder Fersenbein. Verkürzungen der Wadenmuskeln bzw. Achillessehne führen zur Überbeanspruchung der Plantarfaszie (Sehnenplatte an der Unterseite des Fußes).Diese sorgt als wichtige Stütze des Fußgewölbes dafür, dass es seine natürliche Längswölbung beibehält und nicht abflacht. Als Reaktion auf die Überlastung lagert der Körper zum Schutz knöchernes Material im Bereich der Sehnenfasern ab. Diese als Fersensporn bezeichneten Verkalkungen müssen nicht zwangsläufig Beschwerden verursachen und bleiben lange unbemerkt. In Folge kann es zu Entzündungen der Plantarfaszie und mitunter starken Fersenschmerzen kommen.

Hallux valgus
Während bei einem gesunden Fuß die Zehenknochen gerade ausgerichtet sind, weicht bei Hallux valgus das Grundgelenk der Großzehe nach außen ab. Unbehandelt schiebt sich diese zunehmend über oder unter die Kleinzehen und verdrängt sie aus ihrer natürlichen Position. Durch häufiges Barfußlaufen, bequeme Schuhe, regelmäßige Übungen, welche die freie Beweglichkeit der Großzehe fördern, Muskeln dehnen und kräftigen, kann man dem Entstehen des Hallux entgegenwirken.Großzehballen-Kleinzehen-Grundgelenk sowie Außenkante der Ferse richten den Fuß korrekt auf. Man sollte lernen den Fuß wieder richtig (Ferse außen bzw. den mittleren Teil) zu belasten.

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