25.04.2021 15:32 |

Zahlreiche Glanzrollen

Opernlegende Christa Ludwig verstarb mit 93 Jahren

Einer der großen Opernstars des 20. Jahrhunderts - Christa Ludwig - ist am Samstag im Alter von 93 Jahren in ihrer Wahlheimat Klosterneuburg gestorben. Die gebürtige Berlinerin hatte 1994 nach 769 Auftritten in der Wiener Staatsoper ihren Bühnenabschied gefeiert. Zuvor hatte sie mit ihrem Mezzosopran eine Weltkarriere absolviert, auch wenn Wien ihre künstlerische Heimat blieb.

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Ihr Repertoire umfasste die wichtigsten Alt- und Mezzosopranpartien von Mozart bis Bartok, aber auch zahlreiche dramatische Sopranpartien. Zu ihren Glanzrollen zählten etwa die Marschallin im „Rosenkavalier“, die Kundry im „Parsifal“ oder die Leonore im „Fidelio“. Auch nach ihrem Rückzug von der Bühne war Ludwig noch rege Teilnehmerin am gesellschaftlichen Leben und veröffentlichte etwa zu ihrem 90. Geburtstag die Autobiografie „Leicht muss man sein“.

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Sängerin möchte ich nie wieder sein.

Christa Ludwig

Ludwig war kein sentimentaler Mensch. „Sängerin möchte ich nie wieder sein!“, hatte sie darin proklamiert. Bedauert hatte sie ihre große Karriere aber ebenfalls nie. Sie erkannte durchaus die Vorteile des Lebens im Scheinwerferlicht, das sich auch nach ihrer eigenen Karriere noch zwischen der Tätigkeit als Lehrerin und ihrem Haus in Klosterneuburg abspielte. 1994 hatte Ludwig als Klytämnestra mit ihrem 769. Auftritt in der Wiener Staatsoper ihren Bühnenabschied genommen. 

Ioan Holender: „Wahrhaftig gottbegnadete Künstlerin“
Ludwig habe sich, „zum großen Unterschied von sehr vielen, nur einmal verabschiedet“, würdigte einst auch Direktor Ioan Holender in einer Staatsopernfestschrift zum 80. Geburtstag die klare Linie der „wahrhaftig gottbegnadeten Künstlerin“. Die war nicht zuletzt durch und an der Wiener Staatsoper zur Größe erblüht.

Kam 1955 an die Wiener Staatsoper
Geboren wurde Ludwig am 16. März 1928 in Berlin als Tochter eines Sängerpaares. Sie debütierte 1946 als Prinz Orlofsky in der „Fledermaus“ an den Städtischen Bühnen in Frankfurt. Nach Zwischenstationen in Darmstadt und Hannover holte sie Karl Böhm 1955 an die Wiener Staatsoper, wo sie insgesamt 43 Partien singen sollte. Seit ihrem ersten Auftritt bei den Salzburger Festspielen 1955 war sie dort ebenso Stammgast wie in Bayreuth und bei vielen anderen bedeutenden Musikfestspielen und Häusern. 1962 wurde sie zur Österreichischen Kammersängerin ernannt.

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