Geburtenrückgang

Aus Babyboom wurde wegen Coronakrise ein Minus

Die Lust ist auch den Oberösterreichern während Corona im Vorjahr vergangen – das spiegelt sich schwarz auf weiß in der Geburtenstatistik nieder. Aus dem leichten Babyboom, der mit 2015 ob der Enns eingesetzt hatte und bis 2019 anhielt, wurde jetzt ein deutliches Minus – je nach Bezirk sehr unterschiedlich.

Die Krise hat fast in allen Ländern die gleiche Auswirkung: Die Geburtenzahlen sinken. Bundesweit verzeichnet Österreich einen Geburtenrückgang von etwa fünf Prozent – vor allem natürlich im vierten Quartal.

Signifikanter Rückgang
In Oberösterreich schaut’s im Schnitt mit minus 2,1 Prozent gar nicht einmal so schlimm aus, Statistiker sprechen aber dennoch von einem signifikanten Rückgang. Landesweit kamen im Vorjahr 309 Babys weniger bei uns zur Welt als noch 2019. Das sind vorläufige Daten, die endgültige Statistik, an der sich nur mehr wenig ändern wird, wird erst im Mai veröffentlicht.

In der Bezirksübersicht – siehe Grafik – fallen vor allem Linz (minus 99 Geburten), Vöcklabruck (minus 67) und Freistadt (minus 55) auf. Dagegen gab’s in sieben Bezirken sogar ein Plus – in Grieskirchen (plus 29) und in Urfahr-Umgebung (plus 24 ) die größten Zuwächse.

Die Statistiker warten schon gespannt auf die Daten des laufenden Jahres, weil erst im September die Auswirkung des gesamten ersten Corona-Jahres auf die Zeugungsfreudigkeit der Oberösterreicher abzulesen sein wird.

Familienplanung verschoben
Die Erwartung nach den aktuellen Beobachtungen ist, dass es heuer einen noch deutlich spürbareren Geburtenrückgang geben wird. Denn zumindest die Hälfte der Paare haben ihre Hochzeiten – in normalen Jahren rund 7500 in Oberösterreich – verschoben und damit nicht wenige auch die Familienplanung.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Sonntag, 09. Mai 2021
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