15.04.2021 13:46 |

„Partnerschaft bleibt“

US-Außenminister Blinken auf Besuch in Afghanistan

Nur einen Tag, nachdem die USA und die NATO-Koalition offiziell ihre Truppenabzugspläne aus Afghanistan bekannt gegeben hatten, sorgte Außenminister Blinken für einen Überraschungsbesuch in der Hauptstadt Kabul. Dort traf er den afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani und andere Regierungsvertreter. Seit fast zwei Jahrzehnten kämpfen amerikanische Truppen im Land. Am 11. September, genau 20 Jahre nach den Terroranschlägen, sollen diese nun das Krisenland verlassen.

„Die Partnerschaft verändert sich, aber sie bleibt beständig“, so Blinken in einer Stellungnahme gegenüber CNN. Durch seine schnelle Ankunft im Land nach der Rede des US-Präsidenten am Mittwochabend wolle man “die dauerhafte, laufende Verpflichtung gegenüber Afghanistan“ demonstrieren.

NATO-Ende sorgt für Wirbel
Der US-Außenminister tritt für die umstrittene Abzugsentscheidung ein. Man habe gemeinsam mit den Verbündeten die Ziele erreicht, die man sich gesteckt habe, sagte er bei einem Gespräch NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg.

Nun sei es an der Zeit, die Truppen nach Hause zu bringen. Das Einsatzende der NATO sorgte in afghanischen Regierungskreisen für teils empörte Reaktionen.

Der afghanische Präsident Ashraf Ghani sicherte Biden die Mithilfe seiner Regierung für einen möglichst „reibungslosen“ Abzug der US-Truppen aus dem Land zu. Ghani telefonierte nach eigenen Angaben am Mittwoch mit Biden. „Die Islamische Republik Afghanistan respektiert die US-Entscheidung und wird mit ihren US-Partnern zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang sicherzustellen.“

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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