11.04.2021 08:00 |

E-Bike Hype

Das Auto ist out, der „Drahtesel“ richtig hip

Das Fahrradfahren boomt wie noch nie. Besonders E-Bikes stehen nicht erst seit Corona hoch im Kurs. Die „Krone“ hat den „Ettention Bikes“-Store in Rankweil besucht.

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Der Nachhaltigkeitsgedanke und die Coronakrise machen den „Drahtesel“ zu einem regelrechten Objekt der Begierde. „Das Radfahren erlebt einen unglaublichen Höhenflug“, hielten jüngst auch die Dornbirner Bürgermeisterin Andrea Kaufmann und Mobilitätslandesrat Johannes Rauch bei einer Pressekonferenz fest. Das lässt sich auch mit Zahlen eindrucksvoll belegen: Der durchschnittliche Vorarlberger legt pro Jahr rund 640 Kilometer mit dem Fahrrad zurück - besitzt er ein E-Bike, sind es sogar 950 Kilometer. Damit liegt das Ländle meilenweit über dem österreichischen Durchschnitt, der auf etwa 250 Rad-Kilometer pro Jahr und Person geschätzt wird.

Immense Nachfrage
Besondere E-Bikes finden seit Jahren reißenden Absatz. Davon profitieren auch die Gründer der Vorarlberger E-Bike-Marke „Ettention Bikes“: Seit rund einem Jahr betreiben Markus Frick, Friederike Frick und Simon Peter den Shop in Rankweil, ihre stylishen Zweiräder gelten mittlerweile als echte Liebhaberstücke. Die immense Nachfrage hat allerdings auch ihre Schattenseiten: „Wenn man jetzt ein E-Bike haben will, muss man schnell sein!“ Ein Satz, der für die gesamte Radbranche gilt, teilweise muss man mit längeren Wartezeiten Jahr rechnen.

Mode fürs Bike
Das Mobilitätsverhalten habe sich in den vergangenen Monaten spürbar gewandelt, Alltagswege werden zunehmend „per Pedales“ bestritten: „Die Leute legen sich ein E-Bike zu, um zur Arbeit zu pendeln oder zum Einkaufen zu fahren.“ Des Weiteren hat das Fahrradfahren sein verstaubtes Image längst abgelegt - es gilt als hip, mit dem Bike unterwegs zu sein. Kein Wunder also, dass große Modelabels bereits auf den Zug aufgesprungen sind: „Es gibt beispielsweise eigens für Alltagsradler designte Jeans. Diese haben einen hohen Stretch-Anteil, kleine Reflektoren und sind schmutzabweisend“, erklärt Friederike Frick.

Die Marke „Ettention Bikes“ ist, wenn man so will, die Synthese zweier Leidenschaften: „Ich komme aus der Motorradbranche, und Markus ist ein leidenschaftlicher Mountainbiker und hat den technischen Hintergrund“, erzählt Simon Peter. Da war die Idee, selbst ein E-Bike zu bauen, also naheliegend. Mittlerweile ist das Projekt den Kinderschuhen entwachsen, das Portfolio wurde stetig erweitert und die Modelle auf die unterschiedlichen Bedürfnisse abgestimmt - und so kommen alle, vom wagemutigen Downhiller bis zur Mama, die ihre Kinder im Kiki zur Schule befördert, auf ihre Kosten.

Individuelles Rad
Neben der Technik spielt bei den „Ettention Bikes“ aber auch die Optik eine gewichtige Rolle. Jeder kann sein Zweirad individuell zusammenstellen lassen - vom Sattel bis zum Reifen. „Früher hat man mit dem coolen Auto angegeben, heute fährt man mit seinem hippen E-Bike vor.“

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