Gestrandeter Soldat

Endstation Linz statt Lienz: Taxi übernimmt Kosten

Ein Buchstabe wurde einem jungen Grundwehrdiener fast zum Verhängnis. Um 9 Uhr musste er in der Kaserne in Lienz (Osttirol) sein, gelandet ist er aber am Linzer Hauptbahnhof. Ein Taxifahrer fuhr mit ihm 350 Kilometer nach Tirol, um 8.58 Uhr kamen sie dort an.

„Erst am Bahnhof Linz ist er draufgekommen, dass er eigentlich wo ganz anders ist. Er hat mir so leidgetan. Und in der Kaserne hätte er sicher auch Probleme bekommen. Also habe ich nicht lange gezögert und gesagt: ,Das kriegen wir schon hin’“, erzählt der Linzer Taxifahrer Robert Petschenik, der vor dem Bahnhof auf Kunden wartete, als um 5.15 Uhr der verzweifelte Neo-Soldat vor ihm stand.

3.45 Stunden unterwegs
Eigentlich hätte der junge Mann um 9 Uhr seinen Grundwehrdienst in Lienz (Osttirol) antreten sollen. Nun war er aber knapp 350 Kilometer von seinem Ziel entfernt - siehe Grafik. „Ich bin dem Burschen entgegengekommen und habe zuerst 500 Euro verlangt. Das war schon ein großer Freundschaftspreis. Der Neo-Soldat hatte aber nur 170 Euro eingesteckt“, so Petschenik. Der gutherzige Taxifahrer hat also den Großteil der Kosten übernommen. 3.45 Stunden waren die beiden unterwegs und schafften es gerade noch rechtzeitig zur Haspinger Kaserne. Um 8.58 Uhr erreichten sie ihr Ziel.

Kosten ersetzt
Jetzt ist das Taxiunternehmen auf der Suche nach dem Grundwehrdiener. „Wir möchten ihm sein Geld wieder retourgeben. Wie soll der Mann denn ohne Taschengeld beim Bundesheer über die Runden kommen?“, so Betriebsleiter Robert Neuhold. Auch Petschenik bekommt seine Kosten ersetzt.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Dienstag, 11. Mai 2021
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