05.04.2021 11:49 |

Dutzende Vermisste

Schlammlawinen: Fast 90 Tote in Indonesien

Sintflutartige Regenfälle haben im Osten Indonesiens und in Osttimor Erdrutsche und Sturzfluten ausgelöst und weitreichende Zerstörung verursacht. Die Zahl der Todesopfer ist bereits auf 87 Menschen gestiegen, zahlreiche werden noch vermisst. Schlamm und das anhaltend schlechte Wetter behinderten die Rettungsarbeiten.

Nach Sturzfluten und Erdrutschen ist die Zahl der Toten auf mindestens 87 gestiegen. In Indonesien kamen nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde vom Montag mindestens 66 Menschen ums Leben. In Osttimor wurden nach Behördenangaben bisher 21 Tote verzeichnet, die meisten davon in der Hauptstadt Dili.

Ortschaften regelrecht versunken
Starke Regenfälle hatten die Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Auf der indonesischen Insel Flores versanken kleine Ortschaften regelrecht im Schlamm, Bäume wurden entwurzelt und Häuser standen unter Wasser. Auf der Insel Lembata wurden ganze Teile von Dörfern durch Schlammlawinen einen Berghang hinuntergerissen. Tausende Menschen flohen in Notunterkünfte.

Der indonesische Präsident Joko Widodo drückte den Betroffenen in einer landesweiten Ansprache sein „tiefstes Beileid“ aus. Die südostasiatischen Inselgruppen werden während der Regenzeit immer wieder von verheerenden Erdrutschen und Sturzfluten heimgesucht. Erst im Jänner waren bei Sturzfluten in der indonesischen Stadt Sumedang auf der Insel Java 40 Menschen gestorben.

Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde leben etwa 125 Millionen Indonesier in erdrutschgefährdeten Gebieten. Dies entspricht fast der Hälfte der Bevölkerung des Inselstaats.

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