23.03.2021 14:45 |

Tote und Verletzte

Rohingya-Flüchtlinge in Feuer-Hölle gefangen

Mindestens 15 Tote und Hunderte Verletzte hat ein Großbrand am Montag in einem Flüchtlingslager in Bangladesch gefordert. Laut dem Flüchtlingshochkommissariat werden noch immer 400 Personen vermisst. Zudem lägen Berichte über 45.000 Menschen vor, die durch das Feuer am Montag in Balukhali nahe der Stadt Cox‘s Bazar ihre Unterkunft verloren hätten.

Der Brand, den die Feuerwehr nach einem stundenlangen Kampf in der Nacht auf Dienstag löschen konnte, zerstörte laut UNHCR neben den Unterkünften auch medizinische Zentren und Versorgungspunkte. Die Brandursache ist noch unklar. Augenzeugen hatten der Nachrichtenagentur Reuters berichtet, viele Menschen hätten wegen der Stacheldraht-Absperrungen um das Lager nicht vor dem Feuer fliehen können. Es handelte sich bereits um den dritten Brand innerhalb weniger Tage, allerdings war dieser am tödlichsten.

UNO wirft Myanmar Völkermord vor
Hunderttausende Angehörige der muslimischen Minderheit aus dem mehrheitlich buddhistischen Myanmar waren 2017 von dort vor Militärgewalt in das muslimische Nachbarland Bangladesch geflüchtet. Dort leben sie in Camps. Die Vereinten Nationen bezeichnen ihre Verfolgung in ihrer Heimat Myanmar als anhaltenden Völkermord.

Viele Rohingya verloren in Myanmar durch ein 1983 erlassenes Gesetz die Staatsbürgerschaft. Das Militär von Myanmar, das nach einem Putsch jüngst wieder die Macht übernommen hat, steht wegen der Verfolgung international unter Beschuss. Etliche Rohingya wollen in ihre Heimat zurückkehren.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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