08.03.2021 22:34 |

Kein Rassismus

Warum Harrys und Meghans Kinder keine Titel tragen

Nach den schweren Vorwürfen gegen die britische Königsfamilie von Prinz Harry und seiner Frau Meghan gehen die Wogen nach wie vor hoch. Besonders pikant: Meghan behauptete im Interview mit US-Talkerin Oprah Winfrey, ihrem Sohn Archie sei der Prinzentitel verwehrt worden, weil man fürchtete, seine Hautfarbe sei dunkler. Adelsexperten klären nun auf: Archie hätte gar nie einen Anspruch auf den Titel Prinz gehabt - allerdings erhielt er bei seiner Geburt sehr wohl einen Erbtitel seines Vaters Harry: den des Earl of Dumbarton. 

Dass die Kinder von Herzogin Kate und Prinz William - George, Charlotte und Louis - den Titel Prinz bzw. Prinzessin tragen, und Archie eben nicht, fußt auf einer Verordnung von König George V. aus dem Jahr 1917. Darin ist vorgesehen, dass nur die direkten männlichen Erben der Thronfolge den Titel tragen, zitiert die „Daily Mail“ Experten. Die Queen selbst entschied 2013, dass alle von Williams Kindern den Titel Prinz und Prinzessin tragen sollen, nicht nur der Erstgeborene George. Die Regel mag altbacken wirken - mit Rassismus hat sie aber kaum etwas zu tun ...

Wird Charles König, kann Archie Prinz werden
Übrigens: Sollte Archies Opa, Prinz Charles, den Thron besteigen, dann hätte Archie tatsächlich Anspruch auf den Titel Prinz. Doch bereits kurz nach Archies Geburt hatten Harry und Meghan entschieden, dass der Spross mit dem Titel „Master“ angesprochen werden sollte und auf Adelstitel verzichtet - schließlich soll er ja möglichst normal aufwachsen.

Harry und Meghan hatten sich Anfang 2020 überraschend aus der ersten Reihe des Königshauses zurückgezogen und leben inzwischen in den USA. In dem am Sonntagabend ausgestrahlten Interview äußerten sie sich nun erstmals öffentlich zu den Gründen für ihren Rückzug.

Rassismusvorwürfe gegen das Königshaus
Meghan, deren Mutter Afroamerikanerin ist, berichtete, während ihrer Schwangerschaft mit Archie habe es im Königshaus Gespräche darüber gegeben, wie „dunkel“ die Haut ihres Kindes wohl sein würde. An diesen Gesprächen seien jedoch weder Königin Elizabeth II. noch deren Ehemann Prinz Philip beteiligt gewesen, stellte Winfrey am Montag unter Berufung auf Harry klar.

Der US-Fernsehsender CBS hat für sein Interview mit Herzogin Meghan und Prinz Harry eine gute Quote eingefahren. Wie US-Medien am Montag übereinstimmend berichteten, kam die zweistündige Sendung mit TV-Moderatorin Oprah Winfrey auf durchschnittlich 17,1 Millionen Zuschauer. Einige Medien betonten jedoch, dass die Zuschauerzahl nicht an andere TV-Großereignisse vergangener Jahre herankam. Dies dürfte auch auf veränderte Sehgewohnheiten durch die verstärkte Streaming-Konkurrenz zurückzuführen sein.

Michaela Braune
Michaela Braune
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