Mit den milder werdenden Temperaturen ist auch die Pollensaison eingeläutet worden. Die Wiedergeburt der Natur ist zwar höchst erfreulich, für Allergiker kann der Frühlingsgruß allerdings mit Problemen einhergehen. Michaela Ranta, Oberärztin der HNO-Abteilung am LKH Feldkirch, verrät, was in diesem Fall zu tun ist.
Nies- und Juckreiz, eine verstopfte Nase, gerötete Bindehäute und tränende Augen - tausende Vorarlberger leiden an dem, was der Volksmund einen „Heuschnupfen“ nennt. Die schlechte Nachricht: Mit dem Pollenflug von Erlen und Haselsträuchern dürften diese Beschwerden in den kommenden Tagen wieder gehäuft auftreten. Die gute Nachricht: Man kann sich dagegen schützen! HNO-Fachärztin Michaela Ranta verrät wie: „Statt das Fenster zu öffnen, verwenden Allergiker im Auto beispielsweise spezielle Pollenfilter und die Klimaanlage. Und vor Aktivitäten im Freien empfehle ich, sich die Pollenflugvorhersage anzusehen und körperliche Anstrengung im Freien bei starkem Pollenflug zu vermeiden.“ Nach dem Aufenthalt im Freien lohne es sich zudem, die Pollen aus den Haaren zu waschen und mit einer Nasendusche Blütenstaubreste auszuspülen.
Statt das Fenster zu öffnen, verwenden Allergiker im Auto beispielsweise spezielle Pollenfilter und die Klimaanlage. Und vor Aktivitäten im Freien empfehle ich, sich die Pollenflugvorhersage anzusehen und körperliche Anstrengung im Freien bei starkem Pollenflug zu vermeiden
HNO-Fachärztin Michaela Ranta
Wenn das alles nichts hilft, bleibt immer noch der Weg zum Facharzt: Nasensprays und anti-allergische Tabletten mindern in der Regel zumindest die Symptome, die sogenannte „Hyposensibilisierungstherapie“, bei der das Immunsystem Schritt für Schritt „umprogrammiert“ wird, verspricht auch eine nachhaltige Verbesserung.
„Die Therapie kann mit einem in das Unterhautfettgewebe injizierten Präparat - einer sogenannten Allergie-Impfung - oder mit Tabletten, die sich im Mundraum auflösen, erfolgen“, erklärt die Fachärztin. Die Therapie wird dann über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt. So können dann auch Allergikerinnen und Allergiker den ersten Hauch von Frühling wieder genießen.
Übrigens: Ein effektiver Schutz ist auch das Tragen einer FFP2-Maske - für Allergiker haben also die Corona-Maßnahmen einen positiven Nebeneffekt.
Michaela Ranta weist darauf hin, dass eine FFP2-Maske, die derzeit ohnehin ein ständiger Begleiter ist, beim Tragen im Freien die Belastung durch Pollen vermindern kann. „Da nun das Tragen von Partikel-filtrierenden Halbmasken zur Eindämmung des Corona-Virus im Öffentlichen Verkehr, in Geschäften und Spitälern, Behörden und Arztpraxen sowie beim Friseur verpflichtend ist, sollten die Träger der FFP2-Masken auch eine geringere Belastung durch Pollen erfahren und somit auch geringere Allergie-Symptome.“ Pollen messen zwischen zehn und 170 Mikrometer im Durchmesser, und FFP2-Masken filtern alle Partikel, die größer als 0,6 Mikrometer sind.
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