02.03.2021 13:44 |

Eigene Initiativen

EU will von Österreich-Israel-Kooperation lernen

Die EU-Kommission will von der von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) angekündigten Kooperation Österreichs mit Israel und Dänemark bei der Herstellung von Corona-Impfstoffen der zweiten Generation lernen. Man sei „definitiv daran interessiert, von Österreich, Dänemark und Israel zu lernen“, sagte am Dienstag ein EU-Kommissionssprecher in Brüssel. Dies könne von zusätzlichem Wert für die EU-Impfstrategie sein.

Solche Anstrengungen seien kein Wettbewerb, sondern würden die EU-Staaten gegenseitig bestärken, betonte der Sprecher weiter. In diesem Geist verfolge die EU-Kommission die bevorstehende Mission. Kurz‘ Aussagen, wonach Österreich nicht mehr nur von der EU abhängig sein wolle, wollte man nicht kommentieren.

Brüssel verteidigt seine eigenen Initiativen
Die EU-Kommission habe selbst ihren Plan namens „Hera Incubator“ präsentiert, der auf die Entdeckung der mutierten Viren, schnelle Entwicklung und Zulassung von Impfstoffen und Ausbau der Impfstoffproduktion in der EU zielt, sagte der Kommissionssprecher. Der Vorschlag sei von den EU-Mitgliedstaaten begrüßt worden. Es sei wichtig, daran weiterzuarbeiten.

Auf weitere Kritik an der EU-Impfstrategie angesprochen, etwa von Ungarn und Polen, betonte der Sprecher, die EU-Staaten dürften auch Impfstoffe außerhalb des EU-Portfolios einsetzen. So hat etwa auch die Slowakei erste Lieferungen des in der EU noch nicht zugelassenen russischen Vakzins „Sputnik V“ (Bild unten) erhalten.

„In der Lage, Bedürfnisse der EU-Bürger abzudecken“
Die EU-Kommission habe jedoch immer auf die Sicherheit und Effizienz von Impfstoffen bestanden, deshalb auch auf eine Zulassung durch die Europäische Arzneimittelagentur EMA. „Wir glauben, dass wir mit dem von uns entwickelten Portfolio, das jetzt aus 1,5 Milliarden hergestellten Dosen besteht, in der Lage sind, die Bedürfnisse unserer europäischen Bürger abzudecken“, erklärte der Kommissionssprecher.

Die EU habe 450 Millionen Einwohner und nicht bloß rund zehn Millionen wie Israel, legte der Chefsprecher der EU-Kommission, Eric Mamer, nach. Diese Verhältnismäßigkeit müsse auch beim Impfplan berücksichtigt werden. Außerdem bestehe die EU aus 27 Mitgliedsstaaten mit total unterschiedlichen administrativen Strukturen. Daher könne nicht ein Modell über die ganze EU gestülpt werden.

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