WM-Gastgeber 2022

6500 tote Arbeiter! Katar muss Autopsien ausführen

Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat Katar aufgerufen, Todesfälle unter Arbeitsmigranten unabhängig zu untersuchen. Notwendig seien Autopsien, um die tatsächliche Ursachen für ungeklärte Todesfälle zu ermitteln, erklärte Amnestys Katar-Expertin Regina Spöttl am Mittwoch. Das Emirat ist Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschaft 2022.

Artikel teilen
Drucken
Kommentare
0

Der britische „Guardian“ hatte am Dienstag gemeldet, seit der Vergabe der WM im Jahr 2010 seien in Katar mehr als 6.500 Arbeiter aus Indien, Pakistan, Nepal, Bangladesch und Sri Lanka gestorben. Das Blatt beruft sich dabei auf Regierungsangaben. In der großen Mehrzahl der Fälle sei eine natürliche Todesursache angegeben worden. Katars Regierung teilte mit, die Sterberate unter Millionen ausländischer Arbeiter liege in einem zu erwartenden Bereich.

Spöttl erklärte, der Bericht des „Guardian“ sei „zutiefst alarmierend“ und lasse befürchten, dass die Arbeitsmigranten für die Ausrichtung der WM 2022 einen hohen Preis zahlen müssten. Katars bisherige Reformmaßnahmen schienen nicht auszureichen, um sie vor prekären Arbeitsbedingungen zu schützen, sagte sie weiter.

krone Sport
krone Sport
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Kommentare lesen mit
Jetzt testen
Sie sind bereits Digital-Abonnent?
(Bild: krone.at)