13.02.2021 12:10 |

Kaltstart ins Leben

Frau bekommt Baby bei minus 15 Grad im Freien

Unter freiem Himmel und bei rund minus 15 Grad ist im Nürnberger Stadtgraben ein Mädchen geboren worden. Eine 20-jährige Obdachlose brachte das Kind Freitagfrüh auf dem Lüftungsgitter einer U-Bahn-Station zur Welt. Als Polizisten gegen 5 Uhr eintrafen, war die Geburt bereits geschehen. Die Frau versuchte, sich und ihr Baby mit einem Schlafsack gegen die Kälte zu schützen. Der Rettungsdienst brachte die frierende Mutter und das Kind schnellstmöglich ins Krankenhaus.

Die Stadt Nürnberg teilte mit, das Jugendamt sei im Rahmen seines Schutzauftrags aktiv und in engem Kontakt mit dem Sozialdienst der Klinik, in der sich Mutter und Kind befänden. Das Baby werde vom Jugendamt in Obhut genommen. Dann müsse die familiäre Situation geklärt werden. Die Stadt wies darauf hin, dass in Nürnberg mehrere Einrichtungen existierten, in denen geschützte Mutter-Kind-Räume bereitstünden. „Wir sind mit der Mutter im Gespräch. Es gibt auf jeden Fall Angebote“, erklärte eine Sprecherin des Amtes gegenüber RTL.

Wie es Mutter und Kind geht, war zunächst unklar. Laut Rettungsleitstelle wurden aber keine Komplikationen bekannt. Laut RTL sei der Zustand der beiden „stabil“. Warum die junge Frau sich nicht vor der Geburt, bei der auch der Begleiter der 20-Jährigen zugegen war, in ein Krankenhaus begeben hatte, blieb offen. Bundes- und Landespolizei hatten nach einem Anruf ihres Begleiters nach der Frau gesucht. Sie war von den Wehen überrascht worden. 

Quelle: APA/dpa

Pamela Fidler-Stolz
Pamela Fidler-Stolz
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