03.02.2021 09:49 |

Putsch in Myanmar

Aung San Suu Kyi: Anklage wegen Hochverrats droht

Die neue Militärführung in Myanmar will die bisherige Regierungschefin und Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi Berichten zufolge wegen Hochverrats anklagen. In sozialen Netzwerken schrieben zahlreiche Beobachter, dies hätten die Streitkräfte am Mittwoch entschieden. Die sieben führenden Industriestaaten (G7) verurteilten unterdessen geschlossen den Militärputsch in dem südostasiatischen Land.

In einer gemeinsamen Erklärung zeigten sich die G7-Außenminister von Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, Japan, Großbritannien und den USA sowie der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell besorgt über das Schicksal der festgenommenen Spitzenpolitiker wie von De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi und Präsident Win Myint.

Aufruf zum Wiederherstellen der Regierung
„Wir rufen das Militär auf, sofort den Ausnahmezustand zu beenden, die Macht der demokratisch gewählten Regierung wiederherzustellen und die Rechtstaatlichkeit zu respektieren.“ Das Ergebnis der Parlamentswahl vom November müsse geachtet werden, und das Parlament müsse sich so rasch wie möglich konstituieren.

Vor 10 Jahren demokratische Reformen eingeleitet
Das Militär im Land hatte sich in der Nacht auf Montag zurück an die Macht geputscht, nachdem erst vor zehn Jahren demokratische Reformen eingeleitet worden waren. Die frühere Freiheitsikone Suu Kyi und Dutzende andere Politiker wurden unter Hausarrest gestellt.

Den Berichten zufolge sollen auch andere Politiker der entmachteten zivilen Regierung vor Gericht gestellt werden.

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