26.01.2021 21:42 |

Slalom-Klassiker

Schladming: Schwarz triumphiert bei Feller-Drama

Marco Schwarz hat am Dienstagabend den Slalom von Schladming für sich entschieden. Mit Respektabstand landeten die Franzosen Clement Noel (+0,68 Sekunden) und Alexis Pinturault (+0,82) auf den Plätzen zwei und drei. Der Halbzeitführende Manuel Feller schied im finalen Durchgang aus, ebenso wie Michael Matt.

Bei dichtem Schneetreiben raste Schwarz vom sechsten auf den ersten Platz nach vorne und durfte sich über den insgesamt vierten Karriereerfolg freuen. „Den Klassiker in Schladming zu gewinnen, war schon ein großes Ziel. Ich war letztes Jahr knapp dran, habe geführt. Ich weiß, wie sich der Manu (Feller, Anm.) fühlt. Ich habe im 2. Lauf voll riskiert und es ist mir aufgegangen. Von sieben Rennen sechs Mal am Podium, das passt sehr gut, würde ich sagen. Ich bin megahappy“, sagte Schwarz nach dem Rennen.

Clement Noel freute sich über seinen ersten Podestplatz in Schladming: „Es ist nicht gleich wie in den letzten Jahren - die Fans fehlen. Aber es ist eine sehr gute Strecke, ich bin sehr glücklich. Heute war es ein sehr gutes Rennen von mir.“

Alexis Pinturault hätte „nach dem ersten Durchgang nicht gedacht, dass ich es aufs Podest schaffe - da war der Rückstand zu groß. Aber so ist es in unserem Sport.“ Er habe „eine sehr gute Leistung gebracht. Aber ich hatte auch ein bisschen Glück. Ich bin heute sehr zufrieden.“

Der Tiroler Feller schied im 24. Nightrace im Finale nach wenigen Toren aus. „Es ist gut, dass gleich wieder zwei Rennen sind. Man kann Marco nur gratulieren, er ist die Konstanz in Person. Ich hätte kein Problem gehabt, wenn er mich putzt, aber ich wäre gern neben ihm gestanden.“ drian Pertl wurde Zehnter, Johannes Strolz klassierte sich als 18.

Der Flachau-Fünfte Fabio Gstrein verpasste auf der Fahrt zu einem Topplatz nach einem Fehler als 43. die Qualifikation für den zweiten Durchgang. „Es waren ganz kleine Rippen drinnen, da fängt der Außenski voll zu vibrieren an. Bis zum Steilhang hat es noch gepasst, dann hab ich das Tempo mitgenommen, dann ist es immer schneller und schneller geworden.“ Er sei wieder an gleicher Stelle ausgeschieden wie letztes Jahr.

Marc Digruber und Christian Hirschbühl schieden im ersten Durchgang aus, für Letzteren war es der zweiter Ausfall in Serie. „Scheiße. Das ist jetzt blöd einfach“, brachte er es auf den Punkt.

Schladming-Rekordsieger Henrik Kristoffersen, der wie der Tiroler Benjamin Raich schon vier Weltcup-Slaloms im steirischen WM-Ort gewonnen hat, verlor nach einem Steher nach der letzten Zwischenzeit 2,6 Sekunden auf Feller, ging als Halbzeit-24. in die Entscheidung und verbesserte sich auf den elften Platz.

Julien Lizeroux verpasste mit 3,37 Sekunden Rückstand die Qualifikation für das Finale der Top 30. Für den 41-jährigen Franzosen, der 2009 den Slalom-Klassiker in Kitzbühel gewonnen hatte, war es das letzte Rennen im alpinen Ski-Weltcup. Er hatte sich entschieden, die Karriere noch vor den Slaloms diese Woche in Chamonix auf österreichischen Boden zu beenden, weil seine sportliche Geschichte mit der Alpenrepublik eng verbunden ist.

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