20.01.2021 13:05 |

Allianz gegründet

E-Sport-Ligen machen künftig gemeinsame Sache

Mit einer E-Sport-Allianz wollen ESVÖ, eBundesliga und A1 ein Zeichen setzen und in Zukunft noch enger zusammenarbeiten. Ziel soll es sein, den E-Sport in Österreich noch bekannter zu machen und ein „Dach über das Thema zu stülpen“, sagte der ESVÖ-Vorsitzende Stefan Baloh. Derzeit gäbe es in Österreich rund 50.000 registrierte E-Sportler. Gerade im vergangenen Jahr seien viele Neue dazugekommen, hieß es auf einer Online-Pressekonferenz am Mittwoch.

„In fast jedem Spiel gibt es in Österreich Möglichkeiten, an Turnieren teilzunehmen“, sagte Baloh und betonte, dass Gaming vielen Menschen in Österreich gerade im vergangenen Jahr geholfen hätte, als reale Treffen kaum möglich waren. Besonders wichtig seien laut ihm dabei die beiden größten E-Sport-Ligen - jene der Fußball-Bundesliga und jene des Telekommunikationskonzerns A1. „Wir haben es gemeinsam geschafft, dass österreichische Vereine E-Sportler unter Vertrag haben. Das sind Sachen, die wir als Verband nie alleine geschafft hätten“, betonte Baloh.

„Wichtiger Bestandteil in der heutigen Gesellschaft“
Ein großes Ziel der neuen Allianz sei die Öffentlichkeitsarbeit. „Unser Credo ist, dass wir in einem Jahr so weit sind, dass niemand mehr erklären muss, was E-Sport ist“, sagte A1-Marketing-Direktor Marco Harfmann. In der Liga seines Unternehmens seien im vergangenen Jahr rund 15.000 Spieler dabei gewesen, zum Start 2017 waren es nur 900. In Zukunft sollen es noch mehr werden. „Für uns ist es ganz wichtig, dass der Nachwuchs eine Chance hat, zu den Profis aufzuschließen“, sagte er. Darum gibt es ab diesem Jahr neben einer Profi-Liga auch eine Amateur-Liga für Hobbyspieler.

„Es geht darum, dass man gemeinsam einen Weg findet, denn E-Sport ist ein wichtiger Bestandteil in der heutigen Gesellschaft“, sagte Christian Ebenbauer, Vorstandsvorsitzender der Fußball-Bundesliga. Schon heute haben alle realen Vereine der Bundesliga ein E-Sports-Team, bei denen viele Spieler bereits zu Profis geworden sind. „Die Weiterentwicklung ist enorm“, betonte er und ist über die „Verschmelzung der echten Welt mit dem virtuellen Rasen“ sehr erfreut. Aber auch einzelne Amateurvereine, wie der Fünftligist 1210 Wien, sind Teil des ESVÖ und wollen in Zukunft an Turnieren teilnehmen.

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