22.11.2010 17:17 |

Aufregung in Liesing

Fluglärmopfer: "Manipulationen bei den Messungen"

Immer wieder wird die unter dem Fluglärm leidenden Liesingern „bewiesen“, dass das Dröhnen aus der Luft ohnehin ständig geringer wird. Nur: Der Flughafen ignoriert bei seinen Messungen rund 85 Prozent der Überflüge, ärgert sich die Bürgerinitiative. Denn die Zahl der Flugzeuge über Liesing wird größer und größer.
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Die geplagten Lärmopfer sehen bei den Messungen eindeutige Manipulationen. Denn bei der Messstelle Siebenhirten werden Auswertungen einfach gestrichen, wenn Fremdgeräusche auftreten. Und die gibt es in der Nähe zur Triester Straße, der Badner Bahn und der Autobahn mehr als genug.

Gesundheitsschädigender Fluglärm wurde aber auch bei Messungen am Maurer Berg festgestellt. Ein Dauerschallpegel von 42,7 Dezibel bestätigt dies, denn nach den Studien des deutschen Arztes und Forschers Eberhard Greiser besteht für eine Reihe schwerer Erkrankungen schon ab 40 Dezibel erhöhtes Risiko. Dieses ist interessanterweise für Brustkrebs, Schlaganfälle, Hirndurchblutungsstörungen und Depressionen bei Tag deutlich höher als in der Nacht.

Und noch etwas empört die Liesinger: Am Abend von 19 bis 22 Uhr ist der Dauerschallpegel mit 44,6 Dezibel sogar höher als tagsüber: „Dies liegt daran, dass in den sogenannten Tagesrandzonen der Fluglärm auf das dicht besiedelte Liesing konzentriert wird“, so ein Sprecher der Bürgerinitiative.

von Erich Vorrath, Kronen Zeitung
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