06.01.2021 10:13 |

21.000 in dieser Woche

Offizieller Impfbeginn jetzt doch schon früher

Nach Kritik an den nur zögerlich anlaufenden Corona-Impfungen wird der für den 12. Jänner angepeilte, offizielle Impfbeginn jetzt vorgezogen. Darauf haben sich Logistikexperten des Verteidigungsressorts sowie Vertreter des Gesundheitsministeriums und der Bundesländer in einer Videokonferenz geeinigt. Wie es aus den Ministerien hieß, sollen noch in dieser Woche über 21.000 Dosen verimpft werden. In Wien hat unterdessen bereits die zweite Runde der Impfung begonnen.

Bis kommenden Dienstag seien zudem weitere rund 43.000 Impfstoff-Dosen eingemeldet worden. Mit den bisher rund 6800 Geimpften lautet das bis Dienstag kommender Woche angepeilte Ziel somit, knapp 71.000 Personen gegen das Coronavirus zu impfen. Und auch die in der kommenden Kalenderwoche eintreffenden 60.000 Dosen Impfstoff sollen rasch verimpft werden, hieß es. Entsprechende Informationen waren bereits am Dienstag aus Regierungskreisen zur „Krone“ durchgesickert.

Aufgeteilt nach Bundesländern sollen bis kommende Woche in Niederösterreich 18.445 Personen geimpft werden. Dahinter kommt Wien mit 9415 verimpften Dosen gefolgt von Vorarlberg (8460), der Steiermark (8455), Kärnten mit Osttirol (8345), Oberösterreich (5650) und Tirol (5120). In Salzburg sollen es laut Plan bis kommende Woche 4970 Geimpfte, im Burgenland 2070 sein.

Kritik am verzögerten Impfstart in Österreich
Zuletzt hat es von verschiedenen Seiten Kritik am verzögerten Impfstart in Österreich gegeben. Bemängelt wurde vor allem, dass mehr Impfdosen im Land vorhanden sind, als verimpft werden. Chief Medical Officer Katharina Reich (Bild oben), Sektionschefin im Gesundheitsministeriums, hatte das Vorgehen am Dienstag mit der „logistischen Herausforderung“ gerechtfertigt und betont, dass man sich „genau im Plan“ befinde.

Dass Österreich derzeit über mehr Impfdosen verfüge, als verimpft werden, erklärte Reich in der „ZiB 2“ damit, dass es eben entsprechende Vorleistungen brauche bzw. mit der Personalknappheit über die Weihnachtsfeiertage. Ein Impfplan werde zurzeit konkretisiert und soll noch diese Woche fertiggestellt werden. Dass dem noch nicht so ist, liege daran, dass sich Veränderungen ergeben hätten, die nun eingearbeitet werden müssten - wie die noch fehlende Zulassung des Impfstoffs von AstraZeneca.

Als Start sei immer der 12. Jänner avisiert gewesen. Da es sich um einen tiefgefrorenen Impfstoff handle, müssten die Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen gut vorbereitet werden, so Reich. Es brauche dabei keine „Hauruck-Aktion“. Auch sei in den Heimen entsprechend Zeit für Gespräche und Aufklärung nötig.

Zweite Runde der Impfungen hat in Wien begonnen
In Wien hat am Mittwoch die zweite Runde der Impfkampagne begonnen. Bis zum 12. Jänner werden weitere 15 Einrichtungen versorgt. Die Vakzine werden vor allem in Senioren- bzw. Pflegeeinrichtungen sowie in Covid-Stationen in Spitälern verabreicht. Insgesamt sollen rund 5000 Dosen ausgefolgt werden.

Die ersten Personen wurden in Wien am 27. Dezember geimpft. In den Tagen danach wurden an die 2000 Dosen ausgefolgt. Nach Abschluss der zweiten Runde plant Wien ab 12. Jänner die Anwendung bei einem breiteren Personenkreis. So sollen bestimmte Berufsgruppen wie etwa Sanitäter zum Zug kommen. Auch betagte Wienerinnen und Wiener, die in keiner Betreuungseinrichtung leben, sollen geimpft werden. In weiterer Folge werden sukzessive alle Stadtbewohner die Möglichkeit erhalten, sich impfen zu lassen.

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