28.12.2020 10:03 |

Cybercrime nimmt zu

Minus zehn Prozent bei „klassischer Kriminalität“

Das Corona-Jahr 2020 hat vielen Bereichen der Kriminalität einen Riegel vorgeschoben, vor allem Gewalt-, Eigentums- und Suchtmitteldelikte sind weit weniger häufig verübt worden: „Die klassische Kriminalität geht deutlich zurück. Wir werden einen Rückgang von etwa zehn Prozent verzeichnen“, sagte Franz Ruf, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit. Einen signifikanten Anstieg verzeichnete dagegen der Bereich Cybercrime.

Ebenfalls ein hohes Plus ist wenig überraschend während der Pandemie im Bereich der vorsätzlichen und fahrlässigen Gefährdung von Menschen durch übertragbare Krankheiten registriert worden, so Ruf am Montag im Ö1-„Morgenjournal“. „Hier geht es meistens darum, dass die Beschränkungen, die durch Covid auferlegt worden sind, wenn man sich zum Beispiel in der Wohnung aufhalten muss für eine bestimmte Zeit, nicht eingehalten werden“, erläuterte der Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit.

Cyberangriffe haben nicht nur in Österreich zugenommen. Die Weltwirtschaft kosten derartige Attacken in diesem Jahr laut einer Studie mehr als eine Billion Dollar (820 Milliarden Euro) - um die Hälfte mehr als noch 2018. Wie die Computer-Sicherheitsfirma McAfee und das Zentrum für strategische und internationale Studien (CSIS) mitteilten, summieren sich die Schäden durch die kriminellen Aktivitäten damit auf mehr als ein Prozent der globalen Wirtschaftsleistung.

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