17.12.2020 12:59 |

In Selbstisolation

Präsident Macron positiv auf Coronavirus getestet

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron ist positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie am Donnerstag zu erfahren war. Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) haben dem an Corona erkrankten französischen Staatspräsidenten eine rasche Genesung gewünscht.

Der Elysee-Palast hatte am Donnerstag bekannt gegeben, dass Macron kurz nach Einsetzen der ersten Symptome positiv getestet worden sei. Premier Jean Castex sei hingegen negativ, hieß es. Der Präsident werde seine Aufgaben als Staatsoberhaupt in Selbstisolation weiterführen, hieß es. Van der Bellen, Kurz und auch weitere führende Politiker wie EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Ratspräsident Charles Michel und der britische Premier Boris Johnson wünschten ihm gute Besserung.

„Lieber @EmmanuelMacron, ich wünsche eine vollständige und schnelle Genesung! Gute Besserung“, schrieb Kurz am Donnerstag auf Englisch auf Twitter. In einem persönlich gezeichneten Tweet Van der Bellens hieß es auf Französisch und Deutsch: „Meine besten Wünsche an Präsident #Macron. Gute Besserung und eine rasche und vollständige Genesung!“

Kurz selbst hatte Macron zuletzt vor einer Woche, beim EU-Gipfel in Brüssel, persönlich getroffen. Auf APA-Anfrage hieß es dazu am Donnerstag aus dem Kabinett des Bundeskanzlers, dieser werde regelmäßig persönlich getestet. Am Montag empfing er dann EU-Ratspräsident Michel im Elysée-Palast und traf Spaniens Ministerpräsident Sánchez bei einem Festakt zum 60. Bestehen der internationalen Wirtschaftsorganisation OECD in Paris. Michel begab sich in Quarantäne und auch Sanchéz kündigte am Donnerstag auf Twitter an, dass er sich bis zum 24. Dezember vorsorglich in Quarantäne begeben werde.

Anders als der erst 42-jährige Präsident Macron gehört seine 67-jährige Frau Brigitte zur Risikogruppe. Die pensionierte Lehrerin will ebenfalls in Quarantäne gehen, wie der Fernsehsender BFM-TV berichtete. Der Präsident der französischen Nationalversammlung, Richard Ferrand, kündigte den gleichen Schritt an.

Frankreich will bis Jahresende 1,6 Millionen Impfdosen
Noch bis zum Jahresende soll es in Frankreich erste Impfdosen gegen das Coronavirus geben. Premierminister Castex sagte am Mittwochabend in der Nationalversammlung, man würde bis zum Monatsende 1,16 Millionen Einheiten eines ersten Impfstoffes geliefert bekommen. Anfang Jänner sollten dann noch einmal 677.000 Dosen hinzukommen, im Februar weitere 1,6 Millionen.

Castex sagte, man werde alles, was möglich ist, tun, um die Impfkampagne mit den anderen EU-Ländern abzustimmen. Zuvor hatte er bereits angekündigt, dass zunächst eine Million besonders gefährdete Menschen geimpft werden sollten. Das seien etwa Ältere in Pflegeheimen. Die Impfungen sollen in Frankreich kostenlos sein, einen Impfzwang soll es nicht geben.

Die Gesundheitsbehörden in dem Land mit seinen rund 67 Millionen Einwohnern meldeten am Mittwoch mehr als 17.500 Neuinfektionen. Seit Ausbruch der Pandemie wurden damit etwa 2,4 Millionen Fälle verzeichnet.

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