11.12.2020 13:08 |

Neujahr in der Krise

Österreicher wollen Silvester „feiern wie immer“

Angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen will die Regierung Silvesterpartys offenbar einen Riegel vorschieben. Die angekündigte Ausnahmeregelung für die Feiertage soll wieder verschärft werden. Davon aber wollen zumindest 60 Prozent der Österreicher nichts wissen. Sie planen, das Jahr 2021 wie immer zu begrüßen. Drei Prozent wollen kein Risiko eingehen und nehmen vor dem 31. Dezember eine Selbstisolation in Kauf, um am Silvesterabend nicht auf das Zusammensein im erweiterten Kreis inmitten von Freunden und Familie verzichten zu müssen.

Innerhalb der vergangenen 24 Stunden (Stand: Freitag, 9.30 Uhr) sind in Österreich 2893 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Im gleichen Zeitraum verstarben 126 Menschen, die mit dem Virus infiziert waren. Diese nach wie vor hohen Zahlen könnten nun für Kontaktbeschränkungen an den Feiertagen rund um den Jahreswechsel sorgen. Davon aber will jeder zweite Österreicher nichts wissen. 60 Prozent der Österreicher wollen sich die Feierlichkeiten zum Jahreswechsel nicht verderben lassen und wollen feiern „wie immer“.

Für 14 Prozent der Befragten wirken sich die gesetzlichen Maßnahmen im Zuge der Corona-Bestimmungen auf ihre Feierlichkeiten aus. Es können etwa bestimmte Veranstaltungen wie Bälle, Kabarett-Besuche oder Feiern in Lokalen oder Hotels nicht wahrgenommen werden, ergab eine repräsentative Online-Umfrage der Makam Research GmbH unter 600 Österreichern ab 20 Jahren.

Nur 18 Prozent der Österreicher nehmen die geltenden Maßnahmen bzw. die empfohlenen Einschränkungen zur Eindämmung des Ansteckungsgeschehens zum Anlass, um Feierlichkeiten in deutlich kleinerem Umfang als üblich zu planen und somit Kontakte zu Freunden, Bekannten und Familie zu reduzieren. Für zwei Prozent der Bevölkerung hat dies zur Auswirkung, dass sie heuer erstmalig alleine ins neue Jahr rutschen werden.

Für die Feiertage hat die Regierung am 10. Dezember eine großzügigere Regelung angekündigt. Am 24., 25. und 26. sowie am 31. Dezember sollten Treffen von bis zu zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten möglich sein. Doch schon am Freitagabend will die Regierung nun mit den Landeshauptleuten besprechen, welche dieser Ausnahmen noch vertretbar sind. Am Donnerstag hatte Frankreich eine Silvester-Ausgangssperre zwischen 20 und 7 Uhr verhängt.

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