04.12.2020 09:24 |

Kameras filmten mit

Video zeigt die Zerstörung des Arecibo-Teleskops

Am Dienstag ist - wie berichtet - das aus den Kinofilmen „GoldenEye“ und „Contact“ bekannte Arecibo-Radioteleskop in Puerto Rico eingestürzt. Zwei Kameras zeichneten auf, wie eine mit drei Stahlseilen über einem riesigen Parabolspiegel befestigte, 900 Tonnen schwere Instrumenten-Plattform auf den riesigen Parabolspiegel stürzte und ihn zerstörte.

Die Aufnahmen einer Überwachungskamera und einer Drohne zeigen, wie die sogenannte Gregorianische Kuppel (Bild unten) - eine Struktur, die so hoch wie ein vierstöckiges Gebäude ist und in der die Empfänger des Teleskops untergebracht sind - auf den nördlichen Teil der rund 120 Meter darunter befindlichen Reflektorschale stürzte und diese schwer beschädigte.

Anlage sollte abgebaut werden
Erst Mitte November hatte die National Science Foundation erklärt, dass das 57 Jahre alte Radioteleskop abgebaut werden soll. Demnach waren am 10. August und am 6. November zwei Stahlseile gerissen, die die 900 Tonnen schweren Geräte über dem Parabolspiegel mit einem Durchmesser von 305 Metern hielten. Ingenieure hatten befürchteten, dass auch die übrigen Stahlseile jederzeit reißen könnten, was eine Reparatur sehr gefährlich gemacht hätte.

Bis 2016 größtes Radioteleskop der Welt
Das Arecibo-Teleskop war mit 305 Metern Durchmesser mehr als ein halbes Jahrhundert das größte der Welt. Es nahm im Jahr 1963 den Betrieb auf und war bis zuletzt noch immer eines der empfindlichsten Teleskope der Welt. Es wurde vom Five-hundred-meter Aperture Spherical Telescope (kurz FAST) - einem kreisrunden Observatorium mit einem Durchmesser von mehr als 500 Metern -, das im Herbst 2016 in einer Bergregion der südwestlichen Provinz Guizhou in China seine Arbeit aufnahm, abgelöst.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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