04.12.2020 09:08 |

Sperrstunde um 21 Uhr

Regierung in Südkorea reagiert auf Höchstwerte

In Südkorea haben die Behörden Höchstwerte bei den Neuinfektionen registriert, die im Vergleich zu stark von der Pandemie betroffenen Ländern jedoch niedrig anmuten. Insgesamt war es mit 629 Neuinfektionen dennoch der höchste Wert seit neun Monaten. Die Regierung reagierte sofort auf die neuen Zahlen und führte für die Hauptstadt Seoul eine Sperrstunde ab 21 Uhr ein. In der Metropole leben rund zehn Millionen Menschen.

Die Regierung rief die Bevölkerung auf, auf das Weihnachtsfest und die Neujahrsfeierlichkeiten zu verzichten. Ministerpräsident Chung Sye-kyun kündigte an, am Sonntag solle entschieden werden, ob die Schließung der rund 30.000 Karaoke-Bars im Land beschlossen und religiöse Zusammenkünfte auf maximal 20 Teilnehmer begrenzt werden.

Uni-Aufnahmeprüfungen lösen Menschenströme aus
Überlegt werde auch, Fans von Sportveranstaltungen auszuschließen und gesellschaftliche Zusammenkünfte nur mit maximal 50 Menschen zu erlauben. Sorgen bereiten die anstehenden Aufnahmeprüfungen an den Universitäten. Denn dann reisen über 200.000 Studienanfänger durch das Land. Bei Studenten sind Karaoke-Bars und Internet-Cafés besonders beliebt.

Pandemie bisher glimpflich verlaufen
In Südkorea war die Pandemie während des Sommers vergleichsweise glimpflich verlaufen, nachdem im Februar und März Höchststände erreicht worden waren. Insgesamt haben sich nach offiziellen Angaben bisher 36.332 Menschen mit dem Erreger angesteckt. Bisher sind 536 Personen an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben, obwohl Südkorea eine Bevölkerung von mehr als 51 Millionen Menschen hat. In Österreich starben bisher 3538 Menschen an einer Coronavirus-Infektion.

Die Verschärfung der Maßnahmen gegen die Seuche ist ein schwerer Rückschlag für die viertgrößte Volkswirtschaft in Asien, in der im Oktober die Arbeitslosenquote bei 4,2 Prozent lag - der höchste Wert seit Juli.

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