01.12.2020 15:53 |

Bei Spitäler-Budget

SPÖ-Wien: Peinliche Panne mit Nullen

Was hat die SPÖ nicht getobt, als Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) beim Budget ein paar Nullen unter den Tisch fallen ließ - jetzt ist bei der Mehrjahresplanung des Gesundheitsverbundes aus dem Ressort Peter Hacker (SPÖ) ein ähnlicher Fehler passiert. Die Stadtsenatssitzung am Dienstag wurde unterbrochen, die FPÖ ist empört.

Wer sich den Fünf-Jahres-Plan des Gesundheitsverbundes ansieht, wird verwundert sein. So betragen die Ausgaben für Personal im kommenden Jahr lächerliche 2176,6 Euro. Bis 2025 steigen sie zwar, aber auch nicht wesentlich - gerade einmal auf 2645,5 Euro. Auch der Materialaufwand ist lächerlich gering - nächstes Jahr beträgt er lediglich 538 Euro. Ganz klar: Da stimmt etwas nicht.

Die Lösung: Auf dem Papier, Seite 7, sind die Summen nicht in Millionen Euro, sondern nur in Euro angegeben. Eine Katastrophe? Natürlich nicht. Aber wir erinnern uns: Die SPÖ hat nach der Nuller-Panne von Blümel alle Register gezogen und sprach sogar von einem „Chaos-Budget“ - zahlungsunfähig wurde Österreich dann doch nicht.

Fehlerhafte Seite wird ausgetauscht
Zum Glück hat der Fehler aus Wien keine gravierenden Folgen. „In der Überschrift bei der Fünf-Jahres-Planung gab es diesen Fehler, der einjährige Voranschlag ist jedoch fehlerfrei“, heißt es aus dem Büro von Gesundheitsstadtrat Hacker. „Der Finanzplan ist also in Ordnung, der Beschluss nicht in Gefahr.“ Der fehlerhafte Zettel werde ausgetauscht.

Aufgefallen ist die Panne der FPÖ. Der Wiener Parteichef Dominik Nepp ätzte: „Jetzt hat auch das Ressort von Peter Hacker ein paar Nullen vergessen. Man kann es auch so sagen: Die SPÖ hat sich ordentlich verblümelt.“ Die Stadtsenatssitzung am Dienstag musste unterbrochen werden - der Finanzdirektor hat das besagte Beiblatt vor Ort auch sofort angekündigt.

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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