12.11.2020 06:32 |

Steigende Corona-Fälle

Verbot für Besuche in Pflegeheimen und Spitälern

Ab morgen, Freitag, gilt eine strikte Sperre für Heime und Krankenhäuser. Für zehn Tage sind keinerlei persönliche Kontakte erlaubt. Ein neuer Cluster wurde im Görtschitztal gemeldet. Und das Chaos bei den PCR-Test-Terminen nimmt kein Ende.

Das ist eine traurige Nachricht: Wegen der steigenden Coronazahlen in Heimen gilt ab Freitag, wie angekündigt, vorerst für die Dauer von zehn Tagen ein absolutes Besuchsverbot. Aktuell sind in 16 Pflegeheimen in Kärnten 271 Menschen mit dem Virus infiziert, auch die Todesfälle der vergangenen Tage betrafen häufig Heimbewohner.

Besuchsverbot für Spitäler
Aber nicht nur das! Laut Land Kärnten wird dieses Besuchsverbot auch auf die Landesspitäler ausgeweitet, in den privaten Krankenhäusern gibt es ein solches bereits seit Tagen. Gerd Kurath vom Land: „Ausnahmen gelten natürlich für Geburten und lebensbedrohliche Situationen.“

Doch kein Cluster im Görtschitztal
Schulen sollen auch weiterhin geöffnet bleiben. Große Sorgen bereitete gestern ein riesiger Corona-Cluster im Görtschitztal - wie der Landespressedienst heute, Donnerstag, mitteilte, handelte es sich dabei aber um ein Missverständnis. Demnach gibt es keinen Cluster im Görtschitztal.

Chaos bei Corona-Tests
Hinzu kommen chaotische Zustände bei den behördlich angeordneten PCR-Test-Terminen. „Das Hauptproblem ist die nicht vorhandene Disziplin der Leute. Vorgeschriebene Termine werden nicht zeitgerecht oder überhaupt nicht eingehalten. Das verzögert die ganze Vorgehensweise“, erklärt der Völkermarkter Amtsarzt Martin Pirz, vor dessen Kühnsdorfer Ordination sich die Autos am Mittwoch bis ins Ortszentrum stauten.

„Bis zu 150 Tests pro Tag sind maximal möglich. Wir haben noch genügend Abnahmesets auf Lager, aber die Kapazitäten sind begrenzt.“ Auch Mitarbeiter seien bald am Limit. „Dazu kommen ständige Diskussionen mit den Patienten. Manche wollen sich ohne Termin nach dem Einkaufen schnell testen lassen und regen sich massiv auf, wenn es nicht machbar ist.“

Fritz Kimeswenger
Fritz Kimeswenger
Manuela Karner
Manuela Karner
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