Terror-Verschwörung

„Haltung ist nicht mit Arbeit an Schule vereinbar“

Weil eine Welser Lehrerin den Terror von Wien verharmlost und Verschwörungstheorien verbreitet haben soll, wurde sie einerseits freigestellt – andererseits ermittelt der Verfassungsschutz gegen sie. An ihrer Schule denkt man, dass Haltungen dieser Art nicht mit der Arbeit in einer öffentlichen Schule vereinbar sind.

„Krone“-Leser wissen Bescheid: Das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung ermittelt gegen die türkischstämmige Lehrerin einer Neuen Mittelschule in Wels, weil diese die Terroranschläge von Wien verharmlost haben soll. Die Schule war aufgrund von Aussagen der Pädagogin gegenüber Kollegen und Beiträgen in Sozialen Medien – wo unter anderem auch der in Österreich verbotene Wolfsgruß zu sehen gewesen sein soll – besorgt, meldete den Sachverhalt der Bildungsdirektion. Diese erstattete umgehend Anzeige.

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Gerade als Lehrerin kann man solche Aussagen nicht tätigen. Unsere Kinder verbreiten diese Theorien dann womöglich weiter.

Andreas Rabl, Bürgermeister von Wels

Könnte zu Konflikten führen
Die Polizei lobt die rasche Reaktion, so auch der Welser Bürgermeister Andreas Rabl: „Ich unterstütze die Bildungsdirektion und die Schule in ihrem Vorgehen. Die Verharmlosung solcher Taten trägt dazu bei, dass nicht entschieden genug dagegen vorgegangen wird. Wir brauchen schnell einen Maßnahmenplan gegen den radikalen Islamismus.“ In der Schule selbst habe man niemanden anschwärzen oder schaden wollen, trotzdem sei man der Meinung, dass Haltungen dieser Art mit der Arbeit in einer öffentlichen Schule nicht vereinbar sind. Denn dies könne zu Konflikten führen, die man in einer Schule nicht brauchen könne.

Laut Bildungsdirektion darf die Lehrerin bis zur Klärung des Sachverhalts vorerst nicht mehr unterrichten.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Freitag, 04. Dezember 2020
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