13.10.2020 13:40 |

Keine Parteiauflösung

Strache: „Ich werde sicher nicht Bezirksrat“

Die Auszählung der Briefwahlstimmen läuft aktuell zwar noch, trotzdem steht mit allerhöchster Wahrscheinlichkeit bereits fest, dass Heinz-Christian Strache mit seiner nach ihm benannten Liste den Einzug in den Wiener Gemeinderat verpasst haben dürfte. In einem Interview stellte Strache nun klar: „Ich selbst bleibe natürlich ein politischer Mensch, werde aber sicher nicht Bezirksrat, sondern unterstütze die künftigen Bezirksräte des Teams Strache, wo ich nur kann.“ Auch eine Auflösung der Partei stehe „überhaupt nicht im Raum“, sagte Generalsekretär Christian Höbart am Dienstag. 

Bis zuletzt war darüber gerätselt worden, ob Strache selbst einen Posten als Bezirksrat übernehmen könnte, wie krone.at bereits berichtete. Im „News“-Interview erteilte Strache diesen Spekulationen eine deutliche Absage. In der krone.tv-Diskussionsrunde am Wahlabend hatte Strache bereits angekündigt, dass er „weiter als Unternehmer“ tätig sein werde. Diese Pläne möchte der Ex-Vizekanzler weiter verfolgen und noch dazu auch ein Magazin gründen.

Höbart von Straches Aussagen „überrascht“
Generalsekretär Christian Höbart zeigte sich auf APA-Nachfrage einigermaßen überrascht über Straches Aussage. Die Angelegenheit hätte eigentlich erst am Abend bei der Vorstandssitzung diskutiert werden sollen. Tatsächlich habe Strache bereits intern gemeint, dass er die Annahme eines Bezirksratsmandats nicht vorhabe. Man wolle dies beim heutigen Treffen aber noch besprechen, wollte Höbart Straches Entscheidung noch nicht endgültig in Stein gemeißelt wissen.

Die Hochrechnungen für die Bezirkswahlen stellen dem Team Strache derzeit Mandate in insgesamt 16 Bezirken in Aussicht. Strache hätte als Bezirksrat ein monatliches Gehalt von 425 Euro erhalten. Als Vizekanzler verdiente der von der Spesenaffäre schwer gebeutelte ehemalige FPÖ-Chef noch 19.551,60 pro Monat.

 krone.at
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