12.10.2020 14:27 |

Polit-Karriere vorbei?

Stenzel bekam 54 Vorzugsstimmen im ersten Bezirk

Hat es sich nun endgültig „ausgestenzelt“? Ursula Stenzel (FPÖ) wollte es noch einmal wissen und kandidierte - wie schon 2015 - für das Amt der Bezirksvorsteherin im prestigeträchtigen ersten Wiener Gemeindebezirk. Doch die 75-Jährige fiel mit Bomben und Granaten durch. Die Freiheitlichen kommen in der City laut vorläufigem Ergebnis nur auf 5,87 Prozent (202 Stimmen). Kleiner Trost: Stenzel bekam bei der Bezirksvertretungswahl 54 Vorzugsstimmen - immerhin um zwölf mehr als die SPÖ-Spitzenkandidatin Lucia Grabetz.

Mit 25,68 Prozent gewann die ÖVP vor fünf Jahren die Bezirksvertretungswahl und stellte mit Markus Figl auch den Bezirksvorsteher. Dieser löste seine Vorgängerin Ursula Stenzel ab, die heuer eigentlich gar nicht mehr kandidieren wollte.

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Doch Stenzel machte im Sommer einen Rückzieher vom Rückzieher und trat noch einmal in den Ring. FPÖ-Spitzenkandidat Dominik Nepp präsentierte Stenzel Anfang August sogar als Zukunftshoffnung der Freiheitlichen.

Amtsinhaber Figl deklassierte die Konkurrenz
Doch die Wähler sahen das anders. Amtsinhaber Markus Figl deklassierte - trotz der Kontroverse um die verkehrsberuhigte City - die Konkurrenz, konnte laut Hochrechnung um 13,4 Punkte zulegen und folglich mit 39,1 Prozent davonziehen. Platz zwei geht an die SPÖ mit 23 Prozent. Auch bei den Vorzugsstimmen gewann Figl haushoch, auf ihn entfielen 265. Immerhin landete Stenzel da auf Platz zwei, noch vor Alexander Hirschenhauser von den Grünen (52 Vorzugsstimmen). Zum Vergleich: Heinz-Christian Strache bekam im ersten Bezirk nur 13 Vorzugsstimmen.

Ob Stenzel noch einmal zur Wahl in Wien antritt, ist mehr als fraglich - 2025 wäre sie dann 80 Jahre alt. 

Franz Hollauf
Franz Hollauf
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