11.10.2020 06:00 |

Neues Studioalbum

Carla Bruni: Persönlich und sinnlich wie selten

Ihre Texte sind ebenso unverkennbar wie ihre Stimme: Carla Bruni (52) bringt nach sieben Jahren wieder ein Album auf Französisch heraus - mit Chansons, die viel von der Liebe handeln. Denn die Liebe nehme viele Formen an, wie sie in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur sagt. In den 14 Titeln auf ihrem Album „Carla Bruni“ gehe es viel um Gefühle - und die Angst vor Trennung.

Sie glaube „an Eros, die körperliche Liebe, an Philia, die Liebe zwischen Freunden und Familie, und an Agape, die Nächstenliebe, die universelle Liebe“, erzählt die Musikerin und Frau des ehemaligen französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy weiter. Das Dreigestirn Eros, Philia und Agape - es sind die drei Arten von Liebe in der griechischen Philosophie.

Verlangen und Sehnsucht
So ist gleich der erste Titel „Quelque chose“ eine Ode an Verlangen und Sehnsucht. Mit ihrer Stimme, die glatter und weniger rauchig, dafür aber umso sinnlicher geworden ist, haucht sie Worte, die von Gefühlen handeln, die „wie eine Klinge durchbohren“ oder „Herz und Körper zerreißen“.

Auch melancholischer und persönlicher ist Bruni geworden. In „La chambre vide“ spielt sie auf das Zimmer ihres Sohnes Aurélien an, der das elterliche Haus verlassen hat, um zu studieren. Der 19-Jährige stammt aus ihrer Beziehung zum französischen Journalisten und Essayisten Raphaël Enthoven.

Zunehmende Sensibilität
„Les séparés“ (auf Deutsch: die Getrennten) verfasste Bruni, als ihr Mann für eine Woche unterwegs war. Sie habe so geschrieben, als sei er für einen Monat weg gewesen, sagte sie. Danach habe sie sich gefragt, ob sie immer sensibler werde oder ob sich darin ihre italienische Seite mit Hang zum Drama widerspiegele. Das ehemalige Model hat die italienische und französische Staatsbürgerschaft. Mit Sarkozy ist Bruni seit 2008 verheiratet.

„Un ange“ ist ein Titel, der thematisch leicht abweicht. Er handelt von Schutzengeln - an die die Sängerin auch glaubt. Sie sei von deren Existenz sowohl im Diesseits als auch im Jenseits überzeugt, wie sie in dpa-Gespräch betont. Und: Sie sei hier auf Erden schon einem solchen Aufpasser begegnet. Um besser zu verstehen, was sie mit Schutzengeln meint, verweist Bruni auf den Film „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders - auf Damiel und Cassiel, für Menschen unsichtbare, freundliche Wesen in langen Mänteln.

Corona-Songs
Einige der neuen Lieder hat Carla Bruni während des Coronavirus-Lockdowns geschrieben, den sie im Süden Frankreichs verbrachte. Viele sind aber schon vorher entstanden. Denn ihre mit akustischer Gitarre, Klavier und sanften Rhythmen begleiteten Texte schreibe sie überall und jederzeit, notiere ihre Ideen auch auf ihrem Handy. Ihre Gedanken und Worte kämen immer aus einem Gefühl, einer Emotion heraus, sagt die französische Pop-Ikone.

 Wien Krone
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