30.09.2020 06:30 |

Kein Stadtgerücht

Absagen wegen Corona: Adieu, Kärntner Fasching!

Behördliche Auflagen und die ungewisse Entwicklung der Corona-Pandemie bremsen die Kärntner Narren wohl endgültig aus. Auch die Klagenfurter Stadtrichter werden auf Sitzungen verzichten. Andere Gilden in Kärnten suchen fieberhaft nach Alternativen.

„Es macht keinen Sinn, in dieser ungewissen Zeit ein Stadtgerücht abzuhalten. Die Entwicklung von Corona und die damit verbundenen behördlichen Auflagen haben uns zu diesem Schritt bewogen“, bedauert Burggraf Willi Noll. „Die Leute sollten gerade im Fasching entspannt und frei - ohne Maske - zu unseren Sitzungen kommen, und das können wir aus heutiger Sicht nicht garantieren.“ Die Klagenfurter werden daher im Gegensatz zu den Villachern auch kein Ersatzprogramm anbieten. In der Draustadt sollen die Narren ja, wie berichtet, Sketches auf einer Outdoor-Bühne spielen.

Andere Gilden werden noch im Oktober entscheiden, ob sie ihre Sitzungen oder ein Alternativprogramm organisieren werden.

„Keine Frage, Corona bedroht alle unsere 35 Kärntner Gilden“, sagt Bruno Arendt, Landespräsident der Narren: „Wie, wo und in welchem Rahmen Faschingssitzungen und Umzüge 2021 stattfinden können, ist jedoch noch offen.“

Arendt beruft Vertreter der Kärntner Gilden daher am 16. Oktober zu einer Krisensitzung in die aktuelle Faschingslandeshauptstadt Oberdrauburg ein. „Dort soll jede einzelne Gilde dann ihre endgültige Entscheidung zur Faschingssaison bekanntgeben.“ Offiziell haben bis dato bereits Althofen, Frauenstein, Ferlach und Maria Gail ihre Sitzungen abgesagt.

Alex Schwab
Alex Schwab
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