26.09.2020 22:12 |

Festnahmen, Verletzte

Blutiger Protest gegen Corona-Maßnahmen in London

Eine Protestveranstaltung gegen die von der britischen Regierung verhängten Corona-Maßnahmen ist am Samstag in Gewalt gemündet. Die Polizei sah sich gezwungen, die Demonstration aufzulösen. Dabei wurden mindestens drei Demonstranten und neun Polizisten verletzt. Medienberichten zufolge wurden 16 Personen verhaftet. In den sozialen Medien verbreiteten sich zahlreiche Videos von Menschen mit blutenden Kopfwunden und von Straßenschlachten, bei denen klarerweise weder die Sicherheitsabstände eingehalten wurden, noch Mund-Nasen-Schutz korrekt befestigt war.

Auf dem Trafalgar Square im Londoner Stadtzentrum hatten sich am Samstag Tausende Menschen versammelt, um unter dem Motto „Wir sind nicht einverstanden“ gegen die Corona-Politik der britischen Regierung zu demonstrieren. Als die Polizei die Demonstration auflösen wollte, weil sich die Teilnehmer nicht an die Auflagen zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus hielten, kam es zu den Rangeleien zwischen Demonstranten und Beamten.

Aufregung um zu Boden geschleuderte ältere Frau
Die aggressive Menge schleuderte den Einsatzkräften Parolen wie „Entscheidet euch für eine Seite“ und „Schämt euch“ entgegen. Je dichter die Reihen der Teilnehmer wurde, desto energischer schritten die Polizeibeamten ein. Schließlich wurde die Kundgebung aufgelöst. Besonders große Aufregung herrschte, als eine ältere Frau von Polizisten zu Boden geschleudert wurde (siehe Tweet unten).

Großbritannien ist mit fast 42.000 Toten das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land Europas. Trotz wieder stark steigender Infektionszahlen will die Regierung einen zweiten landesweiten Lockdown möglichst vermeiden. Sie setzt stattdessen auf regionale Maßnahmen wie etwa in England, wo alle Restaurants und Pubs um 22 Uhr schließen müssen.

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