26.09.2020 10:10 |

Schwere Vorwürfe

Darum drohen Boris Becker jetzt mehrere Jahre Haft

Tennis-Legende Boris Becker drohen bis zu sieben Jahre Haft - krone.at berichtete. Insgesamt 19 Mal soll der 52-Jähirge gegen die Auflagen seines Insolvenzverfahrens verstoßen haben - nun wurde bekannt, was Becker verschwiegen oder nicht korrekt angegeben haben soll.

Die „Bild“-Zeitung listete am Samstagvormittag in ihrer Online-Ausgabe die Verfehlungen von Becker auf. So soll der Deutsche unter anderem einen Geldbetrag von rund 1,1 Millionen Euro verborgen haben, obwohl er ihn dem Insolvenzverwalter zu übergeben hatte.

Außerdem habe er versucht zu verheimlichen, dass er eine Immobilie in seiner Heimatstadt Leimen und ein Appartement in London besitzt - auch habe er fünf Bankkonten, die auf seinen Namen lauten, gegenüber dem Insolvenzverwalter nicht erwähnt.

Ein weiterer Vorwurf des Gerichts: Becker habe nicht angegeben, dass er 75.000 Aktien an der Firma Breaking Data Corp. besitzt.

Becker war am Donnerstag zu einer Anhörung vor einem Londoner Gericht erschienen, von wo aus der Fall zum Southwark Crown Court verwiesen wurde. Der ehemalige Tennisstar war 2017 von einem britischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Eigentlich können Insolvenzverfahren in dem Land bereits nach einem Jahr abgeschlossen werden.

Im vergangenen Jahr waren die Insolvenzauflagen gegen Becker jedoch bereits um zwölf Jahre verlängert worden - weil er Transaktionen aus der Zeit vor und nach dem Insolvenzverfahren nicht ordnungsgemäß gemeldet hatte. Demnach muss sich der Ex-Profi bis zum 16. Oktober 2031 bestimmten Einschränkungen für zahlungsunfähige Personen in Großbritannien unterwerfen.

Die zuständige Insolvenzbehörde führt nun strafrechtliche Ermittlungen gegen den 52-Jährigen, da er nicht so mit den Behörden zusammengearbeitet haben soll, wie die Auflagen es vorsehen. Der Auftakt am Southwark Crown Court ist für den 22. Oktober anberaumt.

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