24.09.2020 18:00 |

Fahndung nach Täter

Schuss auf Mitarbeiter einer Delogierfirma in Wien

Ein 33 Jahre alter Mann hat am Donnerstagnachmittag auf einen Mitarbeiter einer Delogierfirma in Wien-Wieden mit einer Luftdruckpistole geschossen und schlug ihm in der Folge auch noch mit der Waffe gegen den Kopf. Eine Kollegin des Mannes - entgegen ersten Informationen handelte es sich bei den beiden nicht um Gerichtsvollzieher - ging dazwischen, auch sie wurde verletzt. Der Serbe flüchtete, eine Großfahndung der Polizei folgte.

Zur Tat kam es gegen 14.30 Uhr in der Johann-Strauß-Gasse im Bezirk Wieden. Der Tatverdächtige attackierte nach Angaben von Polizeisprecher Paul Eidenberger die beiden Opfer, eine 37 Jahre alte Frau und einen zwei Jahre älteren Mann, sofort. Bei ihnen handelt es sich um Mitarbeiter der Delogierfirma, zwei Gerichtsvollzieher befanden sich zwar ebenfalls vor Ort, sie waren jedoch in den Vorfall nicht involviert.

„Brüllte herum und bedrohte alle mit dem Tod“
Der verdächtige Serbe, er ist der Polizei namentlich bekannt, besaß in Währing einen Reifenhandel. Dieses Geschäftslokal war im Auftrag des Gerichts von der in Wieden ansässigen Firma delogiert worden. Völlig aufgebracht betrat der mutmaßliche Täter am Donnerstagnachmittag schließlich gegen 14.30 Uhr die Realitätenverwaltung in der Johann-Strauß-Gasse. Laut Zeugen ging er „sehr brutal vor, brüllte herum und bedrohte alle mit dem Tod“, berichtete Polizeisprecher Paul Eidenberger.

„Er hat mit der Luftdruckpistole auf den Mitarbeiter geschossen“, präzisierte Eidenberger später. Es folgte danach ein Gerangel zwischen dem 39-Jährigen und dem Angreifer. Dabei hat der 33-jährige Verdächtige die Pistole auch als Hiebwaffe verwendet und den 39-Jährigen am Kopf verletzt. Eine couragierte Kollegin ging dazwischen, „auch sie erlitt durch ihre Intervention blaue Flecken“, schilderte der Polizeisprecher. Dem 39-Jährigen gelang die Flucht, woraufhin auch der Täter davonrannte.

Frau Waffe an Kopf gehalten
Auch eine weitere Frau wird von der Polizei als Opfer geführt. „Ihr hat der 33-Jährige die Waffe an den Kopf gehalten und sie mit dem Tod bedroht“, sagte Eidenberger. Eine Sofortfahndung mit einem Großaufgebot der Polizei nach dem flüchtigen Serben verlief zunächst negativ. Die Wiener Berufsrettung brachte die beiden Opfer - den 39-jährigen Mann und seine 37-jährige Kollegin - nach der Erstversorgung ins Krankenhaus.

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