Freiwillige gesucht

„Blutplättchen-Spender retteten mein Leben“

Zwei Wochen lang fühlte sich Josef Zizler (35) aus Gaspoltshofen schlapp. Glücklicherweise wurde im Krankenhaus rasch die richtige Diagnose gestellt: Er leidet an der seltenen Krankheit TTP. Erkrankt man daran, ist man auf Blutplättchen-Spender angewiesen. „Ohne Spender hätte ich nicht überlebt“, ist er dankbar.

TTP (Thrombotisch-thrombozytopenische Purpura), eine äußerst seltene Autoimmunerkrankung, hat das Leben von Josef Zizler (35) völlig auf den Kopf gestellt. Im Jahr 2010 bekam er die Diagnose: „Ich hab’ mich zwei Wochen lang einfach nicht gut gefühlt, dann bin ich zum Arzt. Gott sei Dank wurde dann im Krankenhaus schnell die richtige Diagnose gestellt.“ Sein Leben hing zu diesem Zeitpunkt am seidenen Faden. Was macht die Krankheit mit dem Körper? „Einfach erklärt, frisst mein Körper die eigenen Thrombozythen, deshalb hatte ich fast keine mehr in mir und war auf Spenden angewiesen.“

Kraftlos und Energie fehlt
Nach der Diagnose erlitt Zizler mehrere schwere Rückfälle. Im Jahr 2015 war es ganz schlimm. „Seither arbeite ich nurmehr 13 Stunden die Woche. Ich bin kraftlos und mir fehlt Energie“, erzählt er. Besonders dankbar ist er allen, die Blutplättchen Spenden: „Ohne diese Spender wäre ich jetzt nicht mehr am Leben. Und diese Krankheit kann theoretisch jeden erwischen.“

Auch Leukämie-Patienten, Opfer von schweren Unfällen und Verbrennungsopfer weisen oft einen Mangel an Thrombozyten auf und würden ohne diese in konzentrierter Form verbluten.

Spender gesucht
Das Rote Kreuz sucht daher Menschen zwischen 18 und 60 Jahren, die Blutplättchen spenden. Infos gibt’s bei der Blutzentrale Linz unter 0732/777 000-171 oder roteskreuz.at/ooe/blutspende.

Lisa Stockhammer
Lisa Stockhammer
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Samstag, 24. Oktober 2020
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