Busse überfüllt

„Könnten schon morgen Kinder in die Schule fahren“

Mehr als tausend Busse rollen oberösterreichweit in der Früh über die Straßen. Doch damit ist der Bedarf für Schüler in Coronazeiten nicht abgedeckt, die Hilfeschreie der Betroffenen werden immer lauter. Das Busunternehmen Resch Reisen bietet für die Bezirke Rohrbach und Freistadt Hilfe an, wurde aber nicht gehört.

„Unsere Busse stehen großteils still. Vergangene Woche hab’ ich den Verkehrsverbund telefonisch kontaktiert, hab’ angeboten, die Strecke zu entlasten. Ich bekam aber nur als Antwort, dass wir keine Vertragspartner mehr sind“, erzählt Seniorchef Gerhard Resch vom gleichnamigen Busunternehmen in Oberkappel. 38 Jahre war er mit seinen Fahrzeugen zwischen Kollerschlag im Bezirk Rohrbach und Freistadt unterwegs, transportierte Schüler und Kindergartenkinder.

Keine Wiedererteilung
Im Dezember 2018 wurde ihm aber die Wiedererteilung nicht genehmigt, ist seitdem nur mehr im Gelegenheitsverkehr tätig. „Bräuchte man zu Mittag einen Verstärkerbus, könnten wir helfen. So denken viele kleinere Unternehmen“, bekräftigt Resch.

„Inkompetente Wortmeldungen“
Vor allem Soziallandesrätin Gerstorfer (SPÖ) spart nicht mit Kritik an Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ). „Es sollte vor der eigenen Haustüre gekehrt werden, anstatt sich mit inkompetenten Wortmeldungen in Themengebiete einzumischen“, kontert Steinkellner. Aber auch aus Steyr, dem Bezirk Wels-Land und den Bezirken Grieskirchen und Eferding hagelt es Kritik von Politik, Eltern und Direktoren an der Busmisere.

Philipp Zimmermann
Philipp Zimmermann
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Freitag, 30. Oktober 2020
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