08.09.2020 20:02 |

Volkshilfe-Chefin:

„Jugendliche wollen keine 40 Stunden arbeiten“

Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich ist drastisch gestiegen: 50 Prozent mehr Arbeitslose bei den 20- bis 24-Jährigen sind es im Jahresvergleich. War es schon vor der Corona-Krise schwierig, einen Vollzeit-Angestelltenjob zu bekommen, ist das derzeit kaum noch möglich - trotz guter Ausbildung und Motivation. krone.tv-Moderator Gerhard Koller analysiert mit Volkshilfe-Wien-Geschäftsführerin Tanja Wehsely den Übergang vom Schul- und Lehrabschluss in den Arbeitsmarkt.

Auf die Frage, ob Jugendliche mittlerweile schon beim Berufseinstieg abgehängt seien, antwortete Wehsely: „Der Arbeitsmarkt ist einer massiven Umwälzung unterworfen. Wir sehen seit vielen Jahren schon prekäre Umstände, auch bei Akademikern. Es ist definitiv so, dass mit neuen Arbeitszeitmodellen operiert werden muss. Wir erleben auch viele gut ausgebildete junge Menschen, die sich dem Diktat 40-Stunden-Vollzeitstelle bei einem Unternehmen nicht mehr unterwerfen wollen.“

Wie entkommt man dem Teufelskreis aus schlecht bezahlten Praktika, abgesagten Ferialjobs und geringfügiger Beschäftigung?

Die Lage ist jedenfalls dramatisch, und mit Blick auf Herbst und Winter ist keine Besserung in Sicht. Öffentliche Institutionen sind dringend gefordert, zusätzliche Lehrlings-Ausbildungsplätze zu schaffen - sonst droht ein weiterer Rückstau. Denn die Privatwirtschaft scheint in der derzeit angespannten Situation nicht in der Lage, genügend Lehrstellen anzubieten - im Gegenteil, derzeit fehlen Tausende Ausbildungsplätze für junge Menschen in ganz Österreich.

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