21.08.2020 22:09 |

Wieder Köpfler-Unfall

Jetzt Alkoholkontrollen im Strandbad Klagenfurt

Und wieder ein Verletzter nach einem Kopfsprung ins seichte Wasser: Ein 23-Jähriger Oberösterreicher sprang Freitagabend im Strandbad Faak in den See. Dabei wurde er verletzt und kam ins LKH Villach. Im Strandbad Klagenfurt, wo ein 21-Jähriger nach einem solchen Köpfler querschnittsgelähmt ist, ziehen die Stadtwerke die Konsequenzen: Es gibt Alkoholkontrollen!

Der 21-jährige Steirer war bei seinem Sprung im Strandbad sturzbetrunken gewesen. Er hatte gemeinsam mit Freunden das vergangene Wochenende am Wörthersee verbracht. Sie waren schon im Vorfeld aufgefallen; man hatte ihnen angesehen, dass sie alkoholisiert waren.

Hausrecht
Solche Leute dürfen in Zukunft nicht mehr ins Bad. Stadtwerke-Sprecher Harald Raffer: „Wir machen von unserem Hausrecht Gebrauch. Junge Leute mit Rucksäcken, in denen es klingt, als ob Flaschen klirren, werden aufgefordert, den Inhalt zu zeigen. Es ist zu gefährlich, bei 30 Grad Hitze Wodka oder Gin zu trinken.“

Wettsaufen
Schon öfter hatte es solche Vorfälle gegeben. Ein Wasserretter: „Burschen veranstalten Wettsaufen. Es geht darum, wer am schnellsten eine Flasche Wodka leeren kann. Wenn man nach dieser Menge Alkohol ins Wasser springt, kann man untergehen wie ein Stein.“

Kein Ballermann
Bereits in den Vorjahren wurde im Strandbad stichprobenartig kontrolliert. Raffer: „Heuer sind strengere Kontrollen angesagt. Weil Auslandsreisen derzeit nicht so einfach sind, wollen manche am Wörthersee Ballermann machen.“ Dem Großteil des jungen Publikums stellt er aber ein gutes Zeugnis aus: „Bei den Kontrollen wird mitgebrachter Alkohol anstandslos abgegeben. Man kriegt ihn ja wieder.“

Serina Babka
Serina Babka
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