20.08.2020 15:36 |

Fall schockt Israel

16-Jährige in Hotel von 30 Männern vergewaltigt

In der israelischen Küstenstadt Eilat sollen rund 30 Männer in einem Hotel eine 16-Jährige vergewaltigt haben. Es gibt erste Verhaftungen, von der furchtbaren Tat sollen auch Videoaufnahmen existieren. Die Berichte über den am Freitag vergangener Woche angezeigten Gruppenmissbrauch lösten in dem Land Zorn und Entsetzen aus - auch weil ein Verdächtiger aussagte, das Mädchen habe die Männer „herbeigerufen“.

Die Jugendliche war laut Medienberichten mit einer Freundin im Urlaub in der Küstenstadt. Gemeinsam mit Bekannten der Freundin sei man an jenem Abend ausgegangen und später in einem Hotelzimmer gelandet. Als die 16-Jährige da zur Toilette ging, seien die Männer einer nach dem anderen über sie hergefallen - wie viele genau, ist noch nicht klar. Es soll aber Videoaufnahmen von der grausamen Tat geben.

Zeugen: Männer stellten sich in einer Reihe auf und warteten
Laut „The Times of Israel“ hätten Zeugen ausgesagt, die Männer hätten sich vor dem Zimmer in einer Reihe aufgestellt und geduldig gewartet, bis sie an der Reihe gewesen seien, das Mädchen zu vergewaltigen. Zeugen hätten versucht, einzugreifen, seien aber gescheitert. Laut Polizei habe auch die Freundin des Mädchens versucht, der 16-Jährigen zu helfen, allerdings ebenfalls ohne Erfolg.

„Sie hat einen nach dem anderen zu sich gerufen, um Sex zu haben“
Zwei Verdächtige, beide 27 Jahre alt, wurden der Zeitung zufolge festgenommen, weitere Verhaftungen sollen folgen. Die Nachrichtenseite ynet zitierte die Anwältin eines Verdächtigen mit der Behauptung, nichts sei unter Zwang passiert, die Jugendliche habe „die Männer einen nach dem anderen zu sich gerufen, um Sex mit ihr haben zu können“.

„Unglaublich, wie niedrig der moralische Tiefpunkt ist“
Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte den Fall „erschütternd“ und ein „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“. Er forderte ein hartes Vorgehen gegen die mutmaßlichen Täter. Verteidigungsminister Benny Gantz twitterte, er versuche zu verstehen, schaffe es aber nicht, was in einem Mann vorgehe, der sich mit Dutzenden anderen anstelle, um in ein Zimmer zu gelangen, in dem ein junges, orientierungsloses Mädchen liege.

Justizminister Avi Nissenkorn meinte, angesichts der Zeugenaussagen sei es „unglaublich, wie niedrig der moralische Tiefpunkt ist“. Er forderte volle Unterstützung für das Opfer und sehr harte Schritte gegen die mutmaßlichen Täter.

 krone.at
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