20.09.2010 17:19 |

Erst 2% geborgen

Handel mit Kriegswaffen aus Seen boomt

Die Kärntner Seen sind ein "Basar" für Waffennarren sowie Terroristen, denn hier gibt's Granaten, Gewehre, Munition und Bomben, die im Internet versteigert werden – wir berichteten. Und trotz jahrelanger Räumungsaktionen des Innenministeriums sollen bisher erst zwei Prozent der versenkten Waffen geborgen worden sein.

Neben den Entminungsprofis sind immer wieder auch Hobbytaucher im Wörthersee, Ossiacher See, Längsee und im Keutschacher See unterwegs, die sich auf die Bergung von Kriegsrelikten spezialisiert haben. Immerhin 650 Euro wird für ein StG 44, das Sturmgewehr der Deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg, verlangt, das in einem See gefunden wurde. Doch nicht nur Gewehre sowie Pistolen, sondern auch Munition, Granaten und Minen wechseln bei Online-Versteigerungen nach bewährtem Modell ihren Besitzer.  

"Wir kontrollieren natürlich laufend die Internetseiten", heißt es beim LVT, dem Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung: "Zum Großteil handelt es sich aber um unbrauchbare Sammlerstücke", so ein Ermittler.

Dass es aber nicht immer so ist, zeigt ein Vorfall in Deutschland, wo einem Online-Käufer durch eine Mine aus dem Zweiten Weltkrieg die Hand zerfetzt wurde. Unklar ist für die LVT-Ermittler aber, was mit den hochexplosiven Sprengstoffen aus den Kriegsrelikten passiert, die vor allem für Terroristen interessant sein könnten.

von Hannes Wallner, "Kärntner Krone"

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