05.08.2020 08:08 |

Corona-Zwangspause

Disney erleidet 4,7 Milliarden Dollar Verlust

Vergnügungsparks und Kinos sind geschlossen, Sport-Events und Kreuzfahrten Corona-bedingt abgesagt. Da diese zuverlässigen Profitbringer seit Längerem ausbleiben, steckt der US-Unterhaltungsriese Walt Disney tief in den roten Zahlen. In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4 Milliarden Euro) an. Einzig der Streaming-Service Disney+ sei ein „unglaublicher Erfolg“.

Disneys Geschäft mit Vergnügungsparks, Ferienressorts und Kreuzfahrten litt in der Krise indes stark. Die Erlöse brachen im Jahresvergleich um 85 Prozent ein, der Betriebsverlust betrug knapp zwei Milliarden Dollar. Inzwischen sind Disneys Attraktionen größtenteils wieder geöffnet, jedoch mit strengen Corona-Auflagen und angesichts anhaltender Virus-Sorgen in den USA mit ungewissem Ausblick. Auch die Filmsparte ächzt unter Produktionsstopps und der Zwangspause des Kinobetriebs. Hier sanken die Einnahmen um 55 Prozent.

60,5 Millionen Disney+-Abonnenten
Disney-Chef Bob Chapek sprach von anhaltenden Herausforderungen, aber auch vom „unglaublichen Erfolg“ des Streaming-Services Disney+. Der im vergangenen November gestartete Videodienst hatte an diesem Montag bereits 60,5 Millionen Abonnenten, sagte Chapek. Um weitere Kunden hinzuzugewinnen, soll im September die im Kino immer wieder verschobene Neuauflage des Zeichentrick-Märchens „Mulan“ bei Disney+ gezeigt werden - allerdings zum stolzen Preis von knapp 30 Dollar.

Auszahlen tut sich das rasante Wachstum des Streaming-Geschäfts für Disney noch nicht - zumindest nicht in Geld. Die Sparte ist bisher hochdefizitär und der Boom auch durch Schnäppchenpreise und kostenlose Lockangebote etwa an viele US-Kunden des Internetanbieters Verizon Fios erkauft. Ob Disney dauerhaft in Konkurrenz zu Netflix treten kann, ist noch ungewiss.

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