24.07.2020 19:35 |

Brisanter Akt

Mutter bestritt, dass Strache in Wien wohnte

Wien oder nicht Wien, das ist hier die Frage. Der Hauptwohnsitz von Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bleibt Thema: So hat Straches Mutter vorigen Sommer bestritten, dass der nunmehrige Listenchef der jungen Liste Team HC Strache damals in jener Wiener Wohnung lebte, in der er hauptgemeldet ist, wie aus einem der „Krone“ vorliegenden Akt zur Hauptwohnsitzüberprüfung vom August des Vorjahres hervorgeht.

Die Exekutivbeamten sollen im Vorjahr besagte Wohnung in Wien aufgesucht haben, um dort eine Hausdurchsuchung durchzuführen - und haben nicht Strache, sondern nur seine Mutter angetroffen, die dem Akt zufolge dort wohnt - allein, wie sie sagt.

„Ich erkläre, dass mein Sohn hier nicht wohnhaft ist und hier keine persönlichen Gegenstände hat“, so die Aussage der Mutter aus dem Akt. Daraufhin sollen die Exekutivbeamten wieder gegangen und nach Klosterneuburg gefahren sein, um am dortigen Wohnsitz von Strache die Hausdurchsuchung durchzuführen.

Straches Prüfung geht über übliche Routine hinaus
Die Wahlbehörde prüft zwar derzeit die Hauptwohnsitzmeldung aller Kandidaten routinemäßig, hieß es aus der Magistratsabteilung 62. Straches Prüfung gehe aber über die übliche Routine hinaus. Grund ist in seinem Fall die Sachverhaltsdarstellung der Kleinpartei „Wandel“, in der der Hauptwohnsitz in Wien in Zweifel gezogen wird. Christine Bachofner von der MA 62 (Wahlen/Recht) bestätigte der „Krone“ bereits am Freitag: „Ja, wir prüfen den Sachverhalt.“

Hier ist die Vorgehensweise folgende: „Der Betroffene wird mit der Sachverhaltsdarstellung konfrontiert, ihm wird Parteiengehör gewährt und er kann Beweismittel vorlegen“, sagt Bachofner. Letzteres soll in den kommenden Tagen geschehen.

Straches neues „Team“ muss man freilich nicht mehr überzeugen: „Der familiäre, private, politische und auch im Freizeitleben stattfindende Lebensmittelpunkt von HC Strache ist ganz klar Wien“, hieß es in einer Stellungnahme.

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